Für das erste von schlußendlich drei Spiegelgleich zu erstellenden Ansatzsegmenten am Westentaschen - Modul Nr. 1 soll im Bereich hinter dem Prellbock mit Eigensicherung eine Szene modelliert werden, die ein abbrechen des Untergrundes in Folge von zum Teil massiven Abrutschungen des sandigen Heideboden hervorgerufen eines sich in unmittelbarer Nähe befindlichen großen Braunkohlentagebau darstellt.
Diese Laune der Natur zerstörte bei diesem Vorgang auch das in diesem Bereich viele Jahre durchgängig in langem Bogen liegende Gleis der Kleinbahn, es rutschte dabei auf einigen Meter einfach den nun entstandenen Abhang mit hinunter. So war jenes Gleis für die Eisenbahn im Grunde verloren, nur ein kurzes Stück der Trasse blieb erhalten da es sich auf festerem Untergrund befindet.
Kurzum, die Kleinbahn und die spätere aus ihr hervor gegangene Grubenanschlußbahn setzte nach Prüfung der Bodenverhältnisse am verbliebenen noch intakten "Gleisstummel" einen Prellbock, der zusätzlich mit einem großen Haufen Schutt des ehemaligen Gleisoberbau zur Sicherung versehen wurde.
Diese fiktive Szene bin ich zur Zeit dabei nachzubilden.
Das zweite und dritte noch zu erstellende und dem ersten in seiner Grundform völlig Spiegelgleichen Ansatzsegment wird dann die Situation vor dem ersten Erd- / Sandrutsch in DRB Epoche IIb / Kleinbahn mit dem durchgängigem Gleis zeigen, im Grunde also eine schnell am Westentaschen - Modul Nr. 1 auszutauschende ""Vorher - Nachher Situation"".
Somit ist in Zukunft auch zugleich eine weitere glaubhafte Möglichkeit gegeben, Fahrbetrieb in der Epoche IIb DRB und Epoche III + IV DR / Werksbahn auf den Westentaschen - Modulen mittels der drei Ansatzsegmente abzuhalten!


Jedenfalls habe ich nach langer suche solcher Teile im allmächtigen WWW nichts derartiges brauchbares finden können!
So steht einmal wieder mehr der komplette Selbstbau auf meinem Plan.
Aus 0,25 mm starkem Messingblech und verschiedenen starken Messing- / Neusilberdrähten soll nun die Produktion des Kanten, Löten und Bohren von Spundwänden nach Vorbildern verschiedener Abmessungen / Größen / Breiten in Betrieb gehen.
Allein deren am Vorbild zu findenden Längen werden hier im Modell nicht benötigt, soweit brauchen die Teile für einen festen Stand wohl nicht in den Segmentuntergrund gerammt zu werden.
Ein kleines Stück der im entstehen befindlichen Spundwand zur Probeansicht neben das kurze Gleis zum Prellbock aufgestellt.
Insgesamt sollen nach meinem Plan an dieser Stelle 10 - 11 einzelne Spundbleche zu einer Wand angereiht werden. Dabei werden sie im finalen Zustand um ca. 2,0 - 3,0 mm tiefer als hier im Bild zu sehen zum stehen kommen.
Zur Herstellung der Bauteile und weiterer Pläne wird nun im folgenden in Wort und Bild kurz berichtet:
Allen gemein sind die mit den gelben Pfeilen gezeichneten Spundwand - Schlösser, in jene die einzelnen Wände der Länge nach eingeschoben werden und sie so eine feste Wand bilden. Aber auch die Spundwand - Schlösser unterliegen verschiedenen Formungen je nach bezwecktem Anwendungsgebiet.
Schlösser müssen auch an meinem Modell welches ich beabsichtige zu erstellen sein, wenn auch nur in "angedeuteter" Form!
Exakt diese Formen im Modell zu erstellen bedeutet einen immensen Aufwand beim abkanten, zumal mit der gebotenen Materialstärke von 0, 25 mm Messingblech als Ausgangsmaterial dieses Ziel wohl akkurat nicht zu erreichen ist.
Vielleicht ist es mit 0,10 mm - 0,15 mm Materialstärke korrekt erzielbar? Dann würde aber diese Materialstärke wider rum zu schwach ausgeprägt für die Stahlteile selbst sein, welche im Original ab 12 mm Stärke aufwärts messen!
Die zur Zeit gefertigten Spundteile auf einen Blick.
Die Bohrungen für das anbringen des Haken einer Kette etc. zB. zum bewegen mittels eines Kranes sind mit 0,5 mm Durchmesser gesetzt.
Beste Ergebnisse beim abkanten der doch relativ stärken Messingblechteile werden ohne Probleme mit der Abkantvorrichtung aus dem H0fine Shop erzielt.
Die sogenannten Schlösser der Spunde wurden mit Messingdrähten von 0,4 mm bei den kleinen hinteren Teilen und 0,6 mm bei den etwas größeren Spundeisen direkt an die jeweiligen längsseitigen Kanten angelötet.
Zusammengefügt - wenn auch erst einmal nur zur Probe - schaut die Sache dann so und in den folgenden Bildern aus.
Es ist nur ein Teil der etwas länger geplanten Spundwand, erkennbar ist sicher trotzdem in welche Richtung es gehen soll.
Auf dem Ansatzmodul werden in nächster Zeit zwischen den roten Pfeilen die Spundwände in zwei Größen der Spundteile aufgebaut.
Rechts ist ein Stück Gleis zu sehen, welches von dem Abrutsch des ehemals durchgehenden Gleises ob seines härteren Untergrund liegen geblieben und in seiner Lage belassen wurde, was dementsprechend in Bearbeitung ist.
Heute schon etwas Zukunftsmusik vom Abrutsch des Gleises auf der rechten Seite des Ansatzsegmentes :
Ich habe hier den Versuch unternommen, die beim abgleiten des Gleises entstandenen Deformationen der beiden Schienen korrekt nach einem vor langer Zeit gesichteten Vorbild zu gestalten, beide wurden mit dem Gaslötgerät erwärmt und in ihrer Längsachse dem Abrutsch gemäß etwas verdreht.
Das Bild in einer näheren Betrachtungsweise.
Die Holzschwellen kommen von RST Eisenbahnmodellbau.
Den weiteren Gestaltungsweg der Szenerie werde ich in der nächsten Zeit in einem weiteren Beitrag in Wort und Bild vorstellen.

Ein Handybild der ersten Generation Nokia mit Kamera von einer großflächig mit Ramm - Spundeisen ausgestatteten Baugrube.

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