Güterwagen der Zschornewitzer KB







Seit dem bestehen der Anschlußbahn im Zschornewitzer Raum von Burgkemnitz nach Golpa im Jahre 1884 und folgend auch später bei der Zschornewitzer Kleinbahn, waren es vor allen zweiachsige offene Güterwagen welche das Bild im Güterverkehr prägten.
Dabei handelte es sich zu dieser Zeit um Wagen, die mittels an den Stirnseiten angebrachte Handkurbeln gebremst wurden.
Der Transport in den Anfängen der Bahn lag in der Hauptsache von Kies und Kohle zwischen den jeweiligen Gruben und Zustellern. Diese Verkehrsleistungen werden durch einen Fahrplan für diese Transporte aus dem Jahr 1914 belegt.
Die Zschornewitzer Kleinbahn GmbH besaß im Jahr 1919 nur je zwei G - Wagen und zwei O - Wagen.
Da die Kleinbahn im Verbund mit der Anhaltischen Landeseisenbahn stand, wurden oft Wagen untereinander ausgetauscht.
Im Jahr 1921 besaß die Kleinbahn bereits 30 Güterwagen, dabei kamen vorrangig Schüttgutwagen zum Einsatz und im Jahr 1924 folgten noch drei gedeckte Güterwagen zum Bestand.
Der Bestand an Wagen schwankte im Laufe der Jahre immer wieder, je nach Bedarf kamen Wagen hinzu oder wurden abgegeben, wobei im Jahr 1936 nur ein Bestand von 14 Wagen zu vermelden war.
Im Jahre 1945 befanden sich dann nur noch sieben Güterwagen im Bestand der Kleinbahn, wobei fünf der Wagen sich in einem nicht benutzbaren Zustand befanden.

Leider wurden die Güterwagen bei der Kleinbahn wenn überhaupt sehr spärlich dokumentiert, Fakten und auch bildliche Nachweise soweit mir bekannt sind so gut wie nicht vorhanden.
Natürlich geht aber auch zu den Güterwagen die Suche nach Material weiter, bei neuem Erkenntnisstand werde ich diesen hier einfügen.



Der Kraftwerkbau in Zschornewitz im Jahr 1914 / 1915 durch die Bayrischen Stickstoffwerke AG München und der Braunkohlewerke Golpa - Jeßnitz - AG.
Für den Materialtransport und dessen Zuführung zu den jeweiligen Baustellen wurde der Gleisanschluß zur Hauptbahn Bitterfeld - Berlin in Burgkemnitz über den Bahnhof Golpa zum Kraftwerk erweitert.
Der im Hintergrund zu sehende Zug gebildet aus O - Wagen gehörte der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE), die während des Bau die Kieszufuhr mittels einem aufgestellten Fahrplan zwischen Oranienbaum und dem Kraftwerk Zschornewitz übernahm.



Der Erweiterungsbau am Kraftwerk Zschornewitz im Jahre 1922.
Die im Vordergrund zu sehenden O - Wagen gehörten der Anhaltischen Landeseisenbahn Gesellschaft in Dessau und sind auch dementsprechend beschriftet.
Die Wagen wurden von der Zschornewitzer Kleinbahn für diese Aufgaben von der Gesellschaft ausgeliehen.


Wird fortgesetzt!

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