Samstag, 7. Februar 2015

Der alte mit maßstäblichen NF Ziegel gemauerte kleine Geräteschuppen am eingegrabenen Kessel zwischen den Gleisen







Lustlos und von einem recht hartnäckigen grippalen Infekt geplagt ging die letzte Woche ohne einer Bastelei über die Bühne.

Einzig meinen neusten schon vor ein paar Wochen angefangenen Bau eines kleinen mit den maßstäblichen NF - Ziegel von Juweela gemauerten alten Geräteschuppen neben dem eingegrabenen Kessel zwischen den Gleisen habe ich seinem zukünftigen Standort zugewiesen und ein paar Fotografien von der Situation angefertigt.
Die Ziegelsteine selbst sollen später einmal ein Mauerwerk aus altbrauchbaren NF - Ziegeln darstellen, im Grunde aus mehreren verschiedenen Abrissen zusammen gewürfelte Steine verschiedener Farbe und Brände - einfache Backsteine neben ein paar alter gelber und roter Klinker.



Der in doppelter Reihe und einfachem Läuferverband erstellte Bau jener schon allein aus Stabilitätsgründen erfolgte, belegt eine Vorbildgrundfläche von ca. 2,60 m x 1,75 m - im Modell 30 mm x 20 mm - und einer Breite der Türöffnung von ca. 90 cm im Maßstab 1 : 1.
So ist der Stand des kleinen Schuppen absolut profilfrei und glaubhaft zu beiden Gleisen gewährleistet.

Einen korrekten gemauerten Verband der NF - Ziegel nach Vorschrift  zu erstellen, dürfte ein paar Stufen höherer und absoluter Hardcore darstellen, was wohl zudem kaum ohne sehr sehr viel Übung mit diesem Metier ordentlich zu bewerkstelligen ist.
Dies geschieht an meinen Baustellen vielleicht später wenn ich aus den Lehrjahren des Modellmauern entstiegen sein sollte!
In die hier im Bild zu sehende vordere Seitenwand wird noch eine Fensteröffnung von ca. 10 mm Breite und ca. 8 mm Höhe beim weiteren Bau äh mauern erhalten.

Folgen nun noch ein paar weitere Aufnahmen von diesem kleinen Bauwerk:



Die Ansicht der gesammten Situation im Gleis.
Der Gräteschuppen selbst wurde in früherer Zeit kurz nach dem eingraben des Kessel nicht sehr sorgfältig gebaut, er beherbergte eine Handpumpe, Schläuche und Spritze zuzüglich einiger notwendiger Werkzeuge für den Notfall eines Brandes um diesen hier im Umfeld löschen zu können.

Seitdem der Wasserkessel seiner zugedachten Aufgabe nicht mehr benutzt wird, haben die Arbeiter der Gleisbaurotte nun diesen kleinen Schuppen für einiges an Werkzeug und Kleinteilen in Beschlag genommen.



An der Seitenwand im Vordergrund wurde zur Probe mit etwas angemischter Ölfarbe einzelne Steine coloriert, wobei die andere Seitenwand ...



... mit einer angemischten Ölfarbe in verschiedenen Tönen grundiert ist.
Nun werde ich in ein paar Tagen nachdem die Ölfarben weiter atmen konnten sehen können, in wie weit die Farbtöne einer gemauerten Ziegelwand aus den oben beschriebenen gewünschten altbrauchbaren Ziegel ihren gedachten Vorbildern am nächsten kommen.



So muß vor allen Dingen demnächst an diesem Schuppen noch weiter gemauert werden, die momentane Höhe des Bauwerk hat erst etwa 1 Viertel der Gesamthöhe erreicht.

In den nächsten Tagen werde ich mich aber erst einmal weiter auskurieren ...

Kommentare:

  1. Hallo Ingo

    Zunächst gute Genesung!!!!

    Ich finde es erstaunlich was du noch alles findest was auf dieses Modul paßt :-) Aber auch diese Arbeit wird bestimmt sehr gelungen und glaubhaft aussehen.

    Viele Grüße

    Stefan

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  2. Moin Stefan,

    vielen Dank für Deine Wünsche!!!

    Es ist wirklich auch für mich erstaunlich, dass solche kleinen Bauten etc. sich harmonisch auf solch kleinen Raum einfügen lassen.
    Vor ein paar Wochen hatte ich von einem Kollegen dessen Großvater in den 1920er - 1940er Jahren Neben-, Werks- und Kleinbahnen im mitteldeutschen Raum fotografierte ein paar Papierabzüge bekommen welche eindeutig zeigen, was für eine Unordnung bzw. Chaos auch zu dieser Zeit zwischen den Gleisen herrschte. Neben dem Gleis hatten die meisten der kleinen und privaten Bahnen kein eigenes Land zur Verfügung, so mußte alles irgendwie in den Gleisbereichen auf kleinstem Raum verstaut werden! Gerade bei den hier im Gebiet in der Vergangenheit existierenden Werkbahnen war es scheinbar Usus alles voll zu bauen.
    Ich kann Dir sagen, da gibt es noch viele weitere ganz tolle Motive die absolut nachahmenswert sind!!!
    Beim betrachten der mir schon vorliegenden Bilder kann ich mir den Eindruck nicht erwehren, dass der Fotograf sich der Zeit gerade auf solche "unordentlichen" Motive stürzte um sie festzuhalten.
    Natürlich werde ich das eine und andere Detail gerade auf diesem ersten Modul in der nächsten Zeit noch einbringen.

    Stefan, einige Farben sind schon bei mir angekommen, danke für den Tipp, eine genaue Beschreibung meiner Meinung dazu für Dich in der nächsten Woche!!!

    Ich danke Dir für Deinen Kommentar und liebe Grüße

    Ingo

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  3. Schienenbieger08 Februar, 2015

    Hallo Ingo,

    der Laie staunt, der Fachmann wundert sich. Bei dem zweiten Bild mit dem Kessel ist an der linken Weiche etwas wunderliches, was an der rechten Weiche nicht bzw richtig ist. An der linken Weiche ist die Kuppelschwelle direkt am Flügelschienenende. Hast du dich da vermacht oder soll es so sein? Weil normal folgen bei einer EW 190 1:9 am Ende der Flügelschiene noch die Schwelle 41, 42,43 und 44 ist erst die Kuppelschwelle. Zumindest bei der DR. Ich will jetzt ja kein Erbsenzähler sein aber hast du dich da vermacht oder hast du das bei Einen Vorbild so gefunden?

    Gute Besserung.

    LG

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  4. Moin mein lieber Schienen "ver" bieger,

    die rechte Weiche ist eine EW 190 . 1:9 während die linke Weiche eine EW 190 - 1:6,6 mit 8,6° Winkel und Bogen im Radlenkerbereich darstellen soll.
    Die beiden Weichen von Weinert mein Gleis sind zwar sehr aufwendig von mir verfeinert worden, an den Schwellenlageplänen habe ich aber nicht "herum gedoktort".- sie sind noch (fast) Original aus der Verpackung!
    Somit ist doch alles im grünen Bereich??
    Ein Erbsenzähler in Sachen korrekter Gleisbau sollst Du bei mir ruhig auch weiter sein, es ist immer gut einen beobachtenden Fachmann zu wissen der mir meine begangenen Fehler aufzeigen und richtig stellen kann!!!

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, dass in Frage stellen der korrekten Schwellenlage und Deines Wunsches.

    LG. Ingo

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