Dienstag, 20. Dezember 2016

Ein wenig H0 Pur, eine ELNA und ...




... die ersten zarten Maßnahmen des Gleisbau haben begonnen!

Nach einem gedanklichen "HIN und HER" in welcher Bauform Gleis das als Ausstellungsmodul gedachte H0 Pur Projekt nach dem hier im Blog gezeigten Vorbild erstellt werden soll, habe ich mich mit einem wenig Bauchschmerzen entschlossen, doch die ganze Sache in Reichsbahn Oberbau K zu erstellen.
Auch wenn die nun zur Verwendung kommenden Bahnsinn Messingguß - Rippenplatten Rp 16 / 17 und Stoßplatten Rp 18 nicht exakt dem Reichsbahn Oberbau K Streckengleis ihrer leider fehlenden Neigung von 20 ° entsprechen, so nur im Weichenbereich korrekt verwendbar sind und das Vorbild zudem auf preußischem Gleis basiert, möchte ich ein altes und wie der Kollege Schienen(ver)bieger in seinem Kommentar das Vorbild ""mehr als Fertig"" richtig bezeichnete Gleis darstellen.
Dabei sollen viele Details eines über viele Jahre immer wieder einer Kleinbahn typischen reparaturen im Gleis getätigten Merkmale eingebracht werden, vom zB. notdürftig reparierten Schienenbruch bis zum Einbau einiger "Neuer" alt brauchbaren Schwellen inklusive diverser Spureisen.

Auch ehemalige Kleinbahnen wurden zum Teil schon früh mit einem verstärkten Oberbau versehen, ab den 1930er / 1940er Jahren dann mit dem Reichsbahn Oberbau K, wenn die Forderung nach dem befahren eines Gleis mit mindestens 16t - 18t Achslast vorlag. Dies betraf zumindest im mitteldeutschen Raum Klein- und Nebenbahnen, an deren Strecken Betriebe und Fabriken zB. kriegswichtige Produkte produzierten oder zum damaligen Zeitpunkt neu erstandene Kohlegroßkraftwerke über die Gleise einer Klein- / Nebenbahn zu bedienen waren.



Ich werde nun in der kommenden Zeit einzelne Gleisstücke separat bauen und zum Schluß zu einem Ganzen im Bogen eines Vorbildmaßes von 360 m bis 440 m bei einer Länge des Moduls von 1000 mm zusammenfügen.
Im Bild ist das Gleis welches aus 15 Meter Joche bestehen wird, für den Anfang direkt an der rechten Modulkante gelegen, gefertigt zu sehen.




Ein erster "luftiger" schwebender Schienenstoß gefertigt nach je zwei gesetzten Bohrungen in die beiden  Schienenstege und mit vier Messing -  Bolzenimitaten mit Mutter SW 0,5 mm aufgebaut.



Ein weiteres kleines Gimmick am Gleis.
In diesem Sinne werde ich in nächster Zeit den Gleisbogen weiter fertigen. Vor einigen Jahren hatte ich mal ein Gleisjoch zur Probe nach eben solchen Vorgaben / Details gefertigt. Nun brauche ich meine damals gewonnenen Erfahrungen an diesem Projekt nur weiter zu verfeinern.

Kommentare:

  1. Hallo lieber Ingo,

    nun setzt du deine Idee des "Recycling" von einigem Gleismaterial auf dem Segment doch um! Als du uns vor einiger Zeit diese Idee erzähltest, hatten wir wohl etwas sehr ungläubig zu diesem Plan reagiert?
    Nun ja so richtig vorstellen konnten wir uns die Sache nicht, altes Material was beim basteln "übrig geblieben" und nicht perfekt gelungen ist nochmals verbessert für den neuen Bau mit zu verwenden - und das in H0 Pur.
    Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!!

    Grüße und frohe Weihnachten dir und deiner Familie von Andreas, Bruno, Maik, Rene und Willy

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    1. Moin liebe Freunde!

      Recycling - so ist es!
      Im laufe der Zeit hatte ich nicht wenige Versuche mit dem Bau von einem alten im Zustand eines "fast fertigen" Gleis in H0 Pur unternommen. So habe ich noch einige Gleisstücke von nur wenigen Zentimetern messender Länge bis zum fast fertigen 15 Meter Gleisjoch liegen.
      Dieses Material werde ich nun versuchen zusammen mit neuem frischen auf dem geplanten Modul in eine feine Einheit zu bringen. Einziges kleines Problem welches ich an der ganzen Recycling - Sache sehe ist der Umstand, dass jene "alten" Gleisstücke im völlig geradlinigen Verlauf auf den Trassenbrettern verklebt sind. Den Kleber UHU Alleskleber mit Lösungsmittel + Azeton welchen ich immer verwende, kann aber mit etwas reinem Azeton vorsichtig aufgebracht wieder wunderbar gelöst werden.
      Nur das "biegen" der dann gelösten Gleisstücke in den von mir beabsichtigten Bogen mit weiterhin korrekter Schwellenlage sehe ich im Moment noch etwas kritisch entgegen!
      Aber dazu werde ich auch eine gute Lösung finden, - Ihr werdet schon noch sehen!!

      Danke Andreas im Namen der anderen Kumpel für Deinen Kommentar und bis in Bälde liebe Grüße aus Merzien

      Ingo, der zu dieser Tat von Euch sage und schreibe ""überrumpelt"" wurde!

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