Donnerstag, 4. Oktober 2012

Der Komplettbausatz einer Köf II von Günther Modellbau zweites Kapitel - Vorbereitungen zur Montage

 

Der Einbau einer Pendelachse in das originale Fahrwerk der Köf II von Günther Modellbau

 

Bei dem betrachten des im Bausatz mitgelieferten Fahrwerk / Antrieb mir die Idee dieses mit einer Pendelachse zu versehen.
Die örtlichen Begebenheiten des aus Messing U - Profil gefertigten Antrieb sind allerbestens um eine Achse pendelnd auszuführen, zumal die Fahreigenschaften dieses recht kleinen Antrieb durch diesen Eingriff sehr positiv zu Tage treten werden.
Gesagt getan, nach einer kürzeren Phase des überlegen schritt ich ans Werk!



Der Radsatz, welcher zur Pendelachse umgebaut werden soll, ist auf dem Bild mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.
Es ist die angetriebene Achse welche als "Abschluss" des Getriebe fungiert.
So geht es jetzt auch gleich an diesen Umbau:

Sodann wird auf der Gegenseite der Zahnräder die Radscheibe von der Achse abgezogen, um die Achsewelle aus dem Fahrwerk befreien zu können.



Die Bohrungen der Achse am Fahrwerk habe ich dann um 0,5 mm Richtung Fahrwerkboden Material mit einer sehr dünnen Rundfeile abgetragen so es der rote Pfeil im Bild aufzeigt. Dabei darf aber nicht seitlich der Bohrung Material entnommen werden, dies würde die Fahreigenschaften natürlich negativ beeinflussen!
Am rechten Fahrwerkrand befinden sich zwei unbenutzte parallel gegenüber liegende Bohrungen mit knapp 2,0 mm Durchmesser, welche nun zum Einbau des Pendel herangezogen werden.



Mittels eines Stück Messingrohr im Durchmesser von 2,0 mm und Messingdraht im Durchmesser von 0, 8mm wird nun die "Wippe" für die Pendelachse zusammengelötet.
Dabei wird das auf die äussere breite des Fahrwerk gekürzte  Messingrohr in die Bohrungen eingeführt und wie in meinem Fall mit etwas Lötzinn von aussen mit dem Fahrwerk verbunden.
Natürlich kann man diese beiden Verbindungen auch mit 2 K Klebstoff verkleben.
Ist das MS Rohr am Fahrwerk befestigt, wird der Messingdraht wie im nächsten Bild gezeigt genau auf der Mitte verlötet.
Dabei wird zuvor die Achse eingesteckt, in ihre Endlage gedrückt - die nicht befeilte Stelle in der Bohrung - danach der Draht unter die Achse gehalten und auf dem Rohr verlötet.



Bevor es nun wieder an den Zusammenbau geht, sollten die beiden Enden des MS - Rohr und gegebenenfalls Lot - oder Kleberrückstände plan mit den Rahmenwangen gefeilt und gesäubert werden.
Das Ergebnis zeigt der rote Pfeil im Bild auf.



Die Feinjustierung wird dann bei komplett eingebauter Achse vorgenommen.
Dabei sollte die Achse in ihrer "Grundstellung" wie oben beschrieben"hauchzart" und genau in der Mitte die Achse berühren.
So ist der Reibungswiderstand der Achse "am Pendel" nicht sehr hoch, die Achse muß sich natürlich ohne Widerstand noch frei drehen können und die Pendeleigenschaften sind gegeben.
Dies überprüft man dann durch seitliches niederdrücken der Achse, wobei dies dann eine "Pendelbewegung" ausführt.
So ist die 3 Punkt - Lagerung der Achse gegeben!

Jetzt braucht der Antrieb "nur" noch einen geeigneten Faulhabermotor und die H0pur Speichenradsätze.
Der Faulhabermotor ist bei SB Modellbau für dieses Fahrwerk erhältlich, die Speichenräder bei Holger Graeler.
Anfangs war mein Gedanke ein Fahrwerk in seiner Werkstatt bauen zu lassen, dies hat sich wohl nun erübrigt - und Kohle habe ich auch gespart!

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