Dienstag, 21. März 2017

Erster Versuch der Holzimitat Patinierung mit Acrylfarben von AK interaktive





Im Anblick der Anzahl vielen schönen im letzten Beitrag gezeigten Acrylfarben von AK interaktive auf meinem Tisch konnte ich es einfach nicht widerstehen, einen ersten "richtigen Versuch" der Patinierung an einem Wagenmodell zu unternehmen.

Ein geeignetes Opfer war auch schnell in Form der Kunststoff - Holzbohlen - Ladefläche eines SSkw von Fleischmann gefunden, dieser vierachsige Schienenwagen der eh im Begriff einiger angedachter Verfeinerungen und einer neuen originalen Lackierung eines Werkswagen im Besitz eines ehemaligen DDR Chemie- / Farbenbetriebes in den 1980er Jahren, auf meine Eingriffe wartet.
Dieser ungebremste seines ehemals hohen Bremserhauses nebst der Handbremse zurück gebaute Wagen ist mir von einem Kollegen vor einiger Zeit zur Bearbeitung übergeben worden, wobei sein Wunsch der farblichen Gestaltung des Ladeboden unbedingt von der originalen Kunststoffoptik in ein nicht zu altes defektes, aber dennoch schmutzig Echt hölzernes Bild wechseln sollte.




Die Farben sind aufgetragen, ein abschließendes Finish muß aber noch erarbeitet werden.



Eine Grundierung des Kunststoff - Holzbohlenbelag der Ladefläche, die in diesem Fall mit Grundierspray *Auto K Filler / Haftgrund* ausgeführt wurde, bereitet die Grundlage für den späteren Farbanstrich.



Die Acrylfarben aus den beiden Sets *Old & Weathered Wood AK 562 + AK 563* kamen beim imitieren der Echtholz - Bohlen zum Einsatz.
Es wurde bei diesem Versuch ausschließlich mit dem Pinsel gearbeitet, wobei keinerlei Probleme entstanden.
Die Pinselkür haben diese Farben bei mir jedenfalls bestens bestanden!






Ein teilweiser leicht rötlicher Schein des Holzes ist von mir gemäß dem Einsatzort als Werkswagen beim Vorbild durchaus gewollt, durch die Fotografie unter Kunstlicht aber wird diese Optik leider etwas zu dick / rötlich aufgetragen.
Einige Details aus beim Vorbild bestehendem Eisen / Stahl, so die Klammern der Holzbohlen, Platten in den Doppelbohlen etc., werden demnächst noch gesondert behandelt.

Nachdem die Acrylfarben restlos durch getrocknet sein werden, sollen die Feinarbeiten am Holz in Form der beiden im folgenden Bild zu sehenden Washes den Schlußpunkt setzen.



Zu guter Letzt wir dann wohl noch eine zarte Schicht mit dem AK Ultra- Mattlack folgen.

Alles in allem gefällt mir das arbeiten mit diesen Farben nebst Pinsel, sie lassen sich unkompliziert und angenehm in geraden Pinselstrichen verarbeiten, solange man ihnen eine ausreichende Trocknungszeit (ca. 30 min.) zugesteht, aber auch Naß in Naß gearbeitet erfüllen sie die gesetzten Ansprüche!

Kommentare:

  1. Hallo Ingo,
    freut mich ungemein, daß Du offensichtlich Gefallen an den "schnöden" Acrylfarben findest. So bin ich guter Hoffnung, weitere
    Arbeiten von Dir mit diesem Medium zu sehen. Beim Farbauftrag auf Kunststoff ist eine Grundierung oft gar nicht nötig. Aber sicher ist sicher...Was ich Dir auch ans Herz legen möchte (bei diesem Modell sind "die Messen schon gelesen"), bei der Naß in Naß-Technik die Einbeziehung von Pigmenten zu erwägen. Verträgt sich ausgezeichnet und die Farbe fixiert letztere gleich mit.
    Beim OOw von Glöckner habe ich dies so praktiziert.

    [url=http://abload.de/image.php?img=img_0434krys6o.jpg][img]https://abload.de/img/img_0434krys6o.jpg[/img][/url]

    Viele Grüße
    Norman

    ps: ich würde gerne auch mal was "Ausblühendes" aus Blech von Dir sehen, genauer Deine Interpretation der Chipping-Technik.
    Hast Du keinen Stahlgüterwagen/Kühlwagen, welcher ja für sowas prädestiniert wäre :)

    pps: im Eisenbahnforum-Vogtland steht gerade ein interessanter Beitrag über (Splitterschutz)Bunker auf Bahnanlagen, eigentlich eine Steilvorlage zur Umsetzung auf einem Westentaschen-Modul...

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    1. Moin mein lieber Norman,

      das Thema Splitterschutzbunker ist ein sehr interessantes Thema!
      Ende der 1980er Jahre und nochmals ca. 10 Jahre später hatte ich im Bereich des nun ehemaligen Kohlekraftwerkes Zschornewitz und des ehemaligen Reichsbahnkraftwerkes Muldenstein einige solcher Bauwerke fotografiert. Diese liegen bei mir als Dia noch im Schrank und müßten mal digitalisiert werden. Dabei waren die unterschiedlichsten Typen, vom 1 Mann Stand bis zum Kleinbunker für ca. 10 Menschen.
      Laut Archiv des Kreismuseum Bitterfeld sollen allein um dieses Kraftwerk in Zschornewitz mindestens 113 solcher Anlagen / Bauten existiert haben - im Chemiestandort Bitterfeld / Wolfen ganz zu schweigen!
      Aber fein, dass Du mich daran erinnerst denn es ist wirklich eine gute Idee!! Irgendwo auf den Festplatten habe ich noch so ein feines Bauwerk abgelegt, welches ich vor einigen Jahren in Zschornewitz durch puren Zufall gefunden hatte.
      Das könnte ein neues Thema werden.

      Mit von Dir "gewünschten"! Ausblühungen kann Dir demnächst geholfen werden, habe gerade eine Blech - Fässer - Produktion verschiedener Größen / Fassungsinhalt / Bauformen im offenen Zustand gestartet, unter Verwendung von dicker Alu - Folie (Assietten), die dann bemalt werden, natürlich auch alt, verbeult und verrostet ... lasse Dich einfach überraschen!

      Acrylfarben allgemein von mir als "schnöde" bezeichnet schuldet dem Umstand, dass diese Farben keine!! reinen organischen Farbstoffe gemäß den Künstlerölfarben beinhalten! Man kann diese Acrylfarben untereinander mischen und es werden immer "nur" plastische Töne als Ergebnis dabei erreichbar sein.
      Anders bei guten Ölfarben, dieser im Grunde jede einzelne Farbe zu fast 100% aus organischen Farbanteilen / Pigmente bestehen. Deren Reaktionen nicht allein nur untereinander beim mischen sondern auch solitär zB. unter Zusatz verschiedener Malmittel, können ein Farbspektrum erreichen, welches mit anorganischen / künstlich hergestellten Pigmenten niemals erreicht werden kann. Man kann die komplette Materie mit diesen Farben 1 : 1 reproduzieren - wenn man es kann und imstande dazu ist.
      Das bin ich natürlich nicht, stehe ich doch an der aller untersten Stufe der extrem hohen Leiter jenes Können zB. eines sehr guten Kunstmalers.
      Aber man kann es ja wie es im Leben allgemein so ist versuchen, sich durch viel viel Übung wenigsten an das große Thema Künstlerölfarben etwas heran zu arbeiten ...
      Es ist halt ein Splien von mir, Künstleröl auch im Eisenbahn Modellbau einzusetzen - geht nicht, gibt es nicht! - hoffe ich zumindest!

      Norman, ich danke Dir für Deinen Kommentar, Hinweise und profunden Tips!!

      Liebe Grüße aus Merzien in die letzte Gemeinde des deutschen Atlas,

      Ingo

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