Elektrisch isolierte Schienenstöße werden durch ebenfalls isolierte Schienenstoß - Laschen an den von mir umgebauten Weinert Weichen zB. zur elektrischen Trennung des Herzstückbereich der Weichen von der übrigen Fahrstromversorgung benötigt.
Dieser Bereich wird im Betrieb durch eine Polwendung nach der jeweiligen Lage der Weichenzungen mittels Schalter oder aber auch durch für diesen Vorgang zusätzliche bestückte Digitaldecoder etc. mit Strom versorgt, so dass in jedem Fall eine Kurzschluß - freie Fahrt durch die Weiche erfolgen kann.
Einen ersten Bericht zu diesem Thema der Isolierung des Herzstück an Weinert Weichen mit Schienenlaschen von RST Eisenbahnmodellbau, hatte ich vor einiger Zeit
hier im Blog veröffentlicht.
Da diese exakt maßstäblichen Schienenlaschen aus Kunststoff exorbitant fein nachgebildet und zudem zur Verwendung an CODE 70 Schienen vorgesehen sind, erzeugen sie leider an Rolf's CODE 75 Material einen etwas verwaisten Eindruck, dieser sich noch verstärkt werden am selbigen gleichzeitig Weinert Laschen verarbeitet.
So habe ich beschlossen an dem Weinert
"mein Gleis" Material ohne Ausnahme die System bezogenen Laschen zu verwenden!
Da die Schienenlaschen aus Rolf's
"mein Gleis" Programm aus
Messingguß und geätztem Neusilber bestehen, stellt sich nun logischer Weise
die Frage, wie denn so etwas funktionieren soll, da diese Teile doch
ihres Material bedingt wunderbare elektrische Leiter darstellen?

Eine gute Frage, aber mit einem kleinen simplen Trick ist dieses Vorhaben dennoch bestens umsetzbar, denn
"die Dinger" werden einfach beim ankleben an die zu isolierenden Stöße mit einer Lage feinem Zigarettenpapier zwischen Schiene und Lasche versehen und dadurch in Verbindung mit dem zum kleben eingesetzten Zweikomponeten - Klebstoff UHU Plus Endfest bestens elektrisch getrennt.
Im Bild rechts zu sehen zum einen die Schienenlaschen für NEM und RP 25 Radsätze, wobei die Laschen für die Außenseite der Schienen aus Messingguß und für die Innenseite der Schienenstöße aus in Neusilber geätzter Ausführung ohne imitierte Bolzen und Muttern bestehen.
Als Zugabe liegt noch ein Briefchen Zigarettenpapier dabei, welches im eigentlichen Sinne zum selbst drehen von Zigaretten benötigt wird. Dabei ist es völlig ausreichend die billigsten Papiere zu verwenden, jene welche bei den üblichen Lebensmittel - Discountern im Bereich der Kassen zu finden sind.
Dieses Zigarettenpapier besitzt mindestens zwei hervorragende Eigenschaften, es ist extrem dünn und dennoch von einer überragenden Festigkeit. Dies kann ich persönlich bezeugen, bin ich doch einer
"der Unholde", welcher sich vom selbst drehen seiner Zigaretten trotz des damit verbundenen großen Gesundheitsrisiko noch immer nicht trennen kann!
Ein wie ich finde sehr interessantes anschauliches Motiv elektrisch isolierter Schienenstöße beim Vorbild, hier zwar nicht im Herzstückbereich einer Weiche wie von mir im Modell vorgesehen, stellt diese Aufnahme von der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn dar.
Die Schienenlaschen wurden an dieser Stelle im Gleis zum Zweck der Trennung von Freimeldeabschnitten für ein Stellwerk zur Überwachung und elektrische Besetztmeldung angelegt.
Dabei sind auch gleich vier Stück Wanderschutzklemmen!! verbaut worden. Die Schienenlaschen selbst wurden nicht mit den üblichen Bolzen mit Vierkantkopf verbaut, sondern es wurden ganz gewöhnliche Maschinenschrauben mit Muttern verwendet!
An den seitlich zu erkennenden Schrauben im Steg wurden seiner Zeit die elektrischen Leiter für die Freimelde - Überwachung zum Stellwerk angebracht.
Das Material der Isolierung besteht in diesem Fall aus einem tierischen Leder.
Interessant ist weiterhin der Übergang von Holz- auf Betonschwellen in diesem Bereich.
Genug der kurzen Theorie, sollen nun Taten an der Weiche selbst erfolgen: