Donnerstag, 12. Februar 2015

Exakt maßstäbliche 1 : 87 gelaserte Biberschwanz Dachziegel für den Gebäudeselbstbau - eine feine Sache







Als vor gut 20 Monaten Sven Meyer bei seinem kompletten Gebäudeselbstbau des Bahnhofes Glesien für sein gleichnamige Segmentanlage, von dieser ich hier im Blog in Wort und vielen Bildern berichtete, die Ziegelbedachung aus exakt maßstäblichen Biberschwänzen bestehend am selbigen Gebäude vorstellte, war ich erst einmal recht ordentlich "Baff"!
Bis dato kannte ich persönlich exakt maßstäbliche Dachziegel 1 : 87 nur aus Messingblech Ms 58 hergestellt von Paul Petau, der solche Bleche ebenso wie maßstäbliche Mauerwerke verschiedener Verbände aus ebensolchen Blechen vor über 20 Jahren einmal vorstellte und vertrieb.
Ich selbst stellt mir vor vielen Jahren einmal eine größere Menge solch maßstäblicher Dachziegel aus 0,13 mm starken Kunststoffolien von Evergreen her, jeden einzelnen Biberschwanz ich mit einem selbst angeschliffenen Werkzeug aus diesen Folien heraus stach.
An diese mühselige damalige Sisyphus Arbeit denke ich bei diesem Thema noch heute mit "Schmerzen" zurück.

Angetan von der nun neuen Materialfrage der Dachbedeckung hatte ich seiner Zeit Sven Meyer auch sofort kontaktiert um ein paar Informationen zum verlegen dieser Biberschwänze zu erhalten.
Seine Antwort im folgenden zitiert klang dann auch sehr passabel und einleuchtend:

Modellbau und Rechte der Aufnahme by Sven Meyer
  
Moin Ingo,

ja die Dachziegel sind schon toll. Ich habe auch bei der Verlegung nichts groß vermessen. Einfach unten anfangen mit leichtem Überstand, 2. Reihe auf doppeln und dann geht's Richtung First. Irgendwie kommt es immer hin. Und immer schön drauf achten dass der horizontale Versatz um einen halben Ziegel gegeben ist.

In der Abbildung das besagte Dach des Modells vom Bahnhof Glesien an der ehemaligen Delitzscher Kleinbahn gelegen im Rohbau zur Hälfte mit den Biberschwänzen bedeckt.
Hat man das fertig gestellte Dach sich einmal in Natura angeschaut, kommt man mit seinen Gedanken nicht wieder los von der schönen dreidimensionalen Darstellung der 0,2 mm starken Ziegel aus Karton nebst der Verlegung dieser nach Vorschrift.
Mit diesem Material erschließen sich ungeahnte Möglichkeiten der Gestaltung von Dächern nach jeglichen Vorbildern, welche man selbstverständlich mit den "schnöden" Dachziegel - Kunststoffplatten der gängigen und bekannten Hersteller nicht ansatzweise vergleichen kann. Dies soll von mir keinesfalls eine Abwertung der Dachziegel - Kunststoffplatten bedeuten, eine korrekte Nachbildung von gedeckten Dächern nach jeweiligen Vorbildern ist aber nun mal mit diesen Platten extrem stark begrenzt!

Nachdem nun eine geraume Zeit seit der Vorstellung des superb gedeckten Daches von Sven Meyer vergangen ist, muß ich endlich auch einmal diese Dachbedeckung ausprobieren.

Wie schauen nun die aus Karton in maßstäblicher Größe und Stärke gelaserten 0,2 mm starken Biberschwanz - Dachziegel im Detail aus, dies möchte ich noch kurz aufzeigen:

Dienstag, 10. Februar 2015

Der neue vierachsige Rungenwagen SSla 44 von BRAWA - Top oder Flop?







Lange Zeit von BRAWA angekündigt, ebenso auf das erscheinen gefreut und nun endlich am Markt erschienen, stürzte ich mich sofort bei Auslieferung auf dieses Modell in der Epoche II mit einer von mir keineswegs üblichen ""muß ich unbedingt Haben"" Denkweise, welche sich nun nach längerem betrachten des Fahrzeug gelinde gesagt als sehr ernüchternd heraus kristallisiert hat!

Im nun folgenden Beitrag möchte ich hier allein meine eigene persönliche Meinung zu diesem Modell etwas erläutern, es soll keine allgemeine Beschreibung des Modell noch eine ""Lobhuldigung"" in jeglicher Form sein.

Was hat mir persönlich BRAWA nun mit dem SSla 44 in Epoche II DRB geliefert?

Auf jeden Fall zum ersten ein Wagenmodell welches in der beschrifteten Epoche IIb nicht freizügig einsetzbar ist - kann es auch nicht, da das Vorbild dieses Wagen erst ab Anfang der 1940er Jahre gebaut wurde.
Dabei stellt sich mir - und ganz sicher nicht nur ich mir allein - schon die berechtigte Frage, aus welchem Grund BRAWA gerade diese letzte Bauart des Vorbildes SSla 44 zur Umsetzung in ein Modell gewählt hat!

Zum Vorbild ist bei Wikipedia zum SSla folgendes zu lesen: 

Die 1934 neuentwickelten vierachsigen Schienenwagen der Wagengattung „SSla Köln“ wurden statt mit einem Bremserhaus mit einem offenen Bremserstand versehen. Bei ihrer Konstruktion orientierte man sich an dem Schienenwagen der Austauschbauart der Wagengattung „SSl Köln“. Das umklappbare Bühnengeländer ermöglichte den Transport von langen Gegenständen über das Kopfende hinaus. Diese mit 14 stählernen Rungen ausgestatteten Wagen hatten eine Ladelänge von 18.050 mm, ein Ladegewicht von 40 Tonnen und eine Länge über Puffer von 20.100 mm. Sie hatten einen innenliegenden fischbauchartigen Mittellangträger und waren mit einer Hikg (Bremse) ausgerüstet.

Zum Vorbild des Modell von BRAWA:

Dieser ab 1940 gebaute vierachsige Schienenwagen hatte die gleichen Abmessungen wie der ab 1934 gebaute Wagen, wurde aber wegen des Rohstoffmangels aus den Stahlarten St37 und nicht mehr aus St52 gefertigt. Dieser Stahl geringerer Festigkeit bewirkte eine Neukonstruktion des Wagenuntergestells und führte zu 16 Seitenrungen anstatt bisher 14 Rungen, um die Ladungssicherung während des Transport sicherzustellen. Außerdem wurde auf den Drehkranz verzichtet.

Wäre es nicht besser gewesen die Bauart mit 14 statt jener mit 16 Rungen und hochwertigem Stahl St 52 gefertigt, wie sie ursprünglich konzipiert und ab Mitte der 1930er Jahre gebaut worden ist, als Modell zu wählen?
So wäre der einzusetzende Zeitraum des Wagen in der Epoche IIb DRG etwas größer bemessen.



Der lange Wagen in seiner ganzen "Pracht".
Seine ursprüngliche gebogene konkave Form des Wagenkasten wie es vielerorts in Foren geschrieben und bemängelt wurde hat dieses Modell schon verloren, ein beherztes an den Enden der Ladefläche beidseitiges zwischen beiden Daumen und Zeigefinger gleichzeitiges und gefühlvolles biegen hat einen absolut horizontalen Zustand des Wagenkasten bewirkt, ohne den Wagen dabei vorher zu demontieren und in einer nur kurzen Arbeitszeit von ca. 15 Sekunden zu bewerkstelligen!
Das war es dann auch schon mit diesem Übel!

Vielmehr bin ich von der allgemeinen Qualität des Rungenwagen  SSla 44 von BRAWA zum Teil sehr enttäuscht, wobei ich im folgenden einige aus meiner Sicht unschöne Details der Fertigung aber auch gänzlich fehlende aufzeigen möchte in dem Bewußtsein, dass BRAWA es an seinen H0 Güterwagenmodellen schon einmal sehr viel besser praktizierte:

Samstag, 7. Februar 2015

Der alte mit maßstäblichen NF Ziegel gemauerte kleine Geräteschuppen am eingegrabenen Kessel zwischen den Gleisen







Lustlos und von einem recht hartnäckigen grippalen Infekt geplagt ging die letzte Woche ohne einer Bastelei über die Bühne.

Einzig meinen neusten schon vor ein paar Wochen angefangenen Bau eines kleinen mit den maßstäblichen NF - Ziegel von Juweela gemauerten alten Geräteschuppen neben dem eingegrabenen Kessel zwischen den Gleisen habe ich seinem zukünftigen Standort zugewiesen und ein paar Fotografien von der Situation angefertigt.
Die Ziegelsteine selbst sollen später einmal ein Mauerwerk aus altbrauchbaren NF - Ziegeln darstellen, im Grunde aus mehreren verschiedenen Abrissen zusammen gewürfelte Steine verschiedener Farbe und Brände - einfache Backsteine neben ein paar alter gelber und roter Klinker.



Der in doppelter Reihe und einfachem Läuferverband erstellte Bau jener schon allein aus Stabilitätsgründen erfolgte, belegt eine Vorbildgrundfläche von ca. 2,60 m x 1,75 m - im Modell 30 mm x 20 mm - und einer Breite der Türöffnung von ca. 90 cm im Maßstab 1 : 1.
So ist der Stand des kleinen Schuppen absolut profilfrei und glaubhaft zu beiden Gleisen gewährleistet.

Einen korrekten gemauerten Verband der NF - Ziegel nach Vorschrift  zu erstellen, dürfte ein paar Stufen höherer und absoluter Hardcore darstellen, was wohl zudem kaum ohne sehr sehr viel Übung mit diesem Metier ordentlich zu bewerkstelligen ist.
Dies geschieht an meinen Baustellen vielleicht später wenn ich aus den Lehrjahren des Modellmauern entstiegen sein sollte!
In die hier im Bild zu sehende vordere Seitenwand wird noch eine Fensteröffnung von ca. 10 mm Breite und ca. 8 mm Höhe beim weiteren Bau äh mauern erhalten.

Folgen nun noch ein paar weitere Aufnahmen von diesem kleinen Bauwerk:

Sonntag, 1. Februar 2015

Das 9. Modellbahn - Winterfest in Schkeuditz bei Leipzig am 31. Januar und 01. Februar 2015 - eine kleine Bildershow







Auch in diesem Jahr nun schon zum 9. Mal in Folge lud die IG. Modellbahn Schkeuditz bei Leipzig alle an  der Modellbahn etc. interessierten Besucher zum Winterfest der Modellbahn in das Kulturhaus zur Sonne in Schkeuditz ein.
Zusehen war eine bunte Mischung aus vielen verschiedenen ausgestellten und stetig betriebenen Modellbahnanlagen in den verschiedensten Nenngrößen und zu vielen Thematiken neben einer größeren Anzahl von Anbietern meist gebrauchtem Modellbahnmaterial.

Die Besucher waren sprichwörtlich Scharenweise vor Ort erschienen, es war teilweise sehr schwer überhaupt an die Anlagen der Aussteller zu kommen um dies eingehend betrachten zu können!
Dieses Winterfest der Modellbahn entwickelt sich zusehend zu einem absoluten Highlight  der jährlichen Modellbahnausstellungen im mitteldeutschen Raum, wobei viele der Besucher auch aus weiterer Entfernung diese Veranstaltung derModellbahn sich nicht entgehen lassen - mein Gruß geht hier an die beiden Berliner - was man an den Kennzeichen der vor dem Kulturhaus geparkten Automobile unschwer erkennen konnte.
Vor unserem Wagen stand zB. sogar ein silbernes Fahrzeug mit dem "V" auf dem Kennzeichen geparkt!
Nun denn, was wurden dem Besucher für Anlagen gezeigt?
Ein Teil davon habe ich im Bild eingefangen und möchte diese dem interessierten Besucher des Blog nicht vorenthalten.

Nachdem "Lokalmatador" Sven Meyer im vorigen Jahr zum 8. Winterfest seinen wunderbar nach einem ehemaligen konkreten Vorbild der ehemaligen Delitzscher Kleinbahn in der Nachbarschaft Schkeuditz zu findenden Normalspur - Bahnhof Glesien vorgestellt hatte, von diesem wunderbaren Modellbau ich hier im Blog vor einem Jahr berichtete, zeigte er heute eine kleine Rundanlage mit der Nachbildung von Motiven zum 600 mm Schmalspurthema der ehemaligen Mecklenburg - Pommersche Schmalspurbahn M.P.S.B in der Nenngröße H0f.
Dabei ist einmal wieder so gut wie fast alles auf dieser Anlage in Sven's sehr markanten  Eigenbau entstanden,  dass komplette Wagenmaterial aus Bausätzen von GI Modellbau, Schlosser ua., die meisten der schönen Lokomotivmodelle, die Gleise und Weichen in der Spurweite von 6,5 mm, die Hochbauten wie der bekannte Haltepunkt Uhlenhorst in einem Gleisdreieck gelegen und natürlich die sehr schöne und stimmige Landschaft drum herum.
Diese Anlage konnte wieder vollauf begeistern, was sich am immer sehr dicht umlagerten Zustand der Besucher äußerte.
Die folgenden Bilder sollen nun einen kleinen Querschnitt der Anlage nach Motiven der M.P.S.B
zeigen.



Donnerstag, 29. Januar 2015

Das ortsfeste und verstellbare Sh 2 Signal im Abstellgleis - der Rohbau






Es soll ein ortsfestes Schutzhaltesignal Sh 2 werden, welches am Anfang  des Abstellgleises auf dem Westentaschen Modul Nr. 1 seinen Platz finden wird.



Ortsfest soll in diesem Fall heißen, dass die Signaltafel wie es der Begriff schon sagt fest an dieser Stelle montiert ist mit der Besonderheit diese bei Bedarf zum sperren des Fahrweges durch die Hand eines zu dieser Tätigkeit berechtigten Arbeiter per Hand in das Gleis hinein gedreht und fixiert werden kann und zum entsperren einfach wieder herausgedreht wird und parallel des Schienenweges seine Grundstellung einnimmt.
Den konkrete Fall den ich hier aus meinem Gedächtnis und ein paar handschriftlichen Aufzeichnungen nachbauen möchte, stand am Beginn eines längeren Abstellgleis / Stumpfgleis einer Werksanschlußbahn, jenes einem Betriebsteil der Gleisbaumechanik / Gleisbau in einem großen Chemiekombinat der ehemaligen DDR zugehörig war.
In diesem Gleis standen die beiden Skl 24 und 25 der Gleisbaurotten entweder abgestellt oder zur Be- und Entladung etc. vorübergehend bereit. Aber auch einige andere Wagen wurden in unregelmäßigen Abständen von Rangierabteilungen der Anschlußbahn bereit gestellt, so unter anderem Bauwagen der Gleisbaumechanik, einem Werkstattwagen mit Werkzeug zur Eingleisung von entgleisten Fahrzeugen usw. und ein umgebauter Kesselwagen für Chemikalien zum spritzen und vernichten von Unkraut in den Gleisen der Werksbahn.

Die ortsgestellte Weiche im Hauptgleis zum Abzweig in das Abstellgleises wurde mittels Schloß in Grundstellung zur Sicherung zwar verschlossen, dennoch bestand die Möglichkeit einen Wagen mit Material etc. von den Rangierabteilungen in diesem Gleis obwohl besetzt bereit zu stellen.
Für diese Maßnahme war nun die Signaltafel Sh 2 in ihrer beweglichen Art gedacht, durften die Fahrzeuge nur bis kurz vor die Scheibe rangiert und folgend gesichert werden.

Bei diesem konkreten Vorbild betrug  die Entfernung ab der Weiche bis zum ortsfesten Sh 2 Signal etwa 140 Meter, diese Länge des Gleises ich selbstredend auf dem Westentaschen Modul aus Platzmangel stark verkürzen muß, möchte aber trotzdem den Versuch unternehmen, diese ehemalige Situation darzustellen.



So in Etwa stellte sich die Situation beim Vorbild bis Anfang der 1990er Jahre dar, leider sind nun schon viele Jahre die Gleise und Bauten abgerissen und entsorgt, so dass ich keinen Bildbeweis mehr liefern kann.
Auf einem gemauerten Podest welches in voran gegangenen Zeiten einen Träger für Industrierohrleitungen trug, wurde nach dessen Abriß auf die nun freie Stahlplatte einfach ein Stück Rohr aufgeschweißt, welches dann den Arm für das Sh 2 Signal drehbar gelagert aufnahm.
Am Ende des Armes ebenfalls aus einem im rechten Winkel gebogenen Rohres waren dann zwei Tafeln Sh 2 in beide Richtungen zeigend montiert worden.
So einfach hatte man sich nun ein ortsfestes aber verstellbares Schutzhalte - Signal geschaffen.

Im folgenden möchte ich den Modellbau in Wort und Bild kurz erläutern:

Sonntag, 25. Januar 2015

Weinert Modellbau Neuheit 2015 - die "mein Gleis" doppelte Kreuzungsweiche (DKW) ... und sie kommt nun doch!







Im Netz kursiert seit kurzem das  Neuheitenblatt für das Jahr 2015 von Weinert Modellbau als Pdf  zum downloaden, obwohl auf der HP von Weinert jenes Blatt noch nicht veröffentlicht wurde. (Stand 24. Januar 2015)

Neben einigen netten Neuheiten ist wohl eine der interessantesten deren erscheinen angekündigte "mein Gleis" Doppelte Kreuzungsweiche (DKW)in nun zwei Ausführungen / Rad - Schiene - Systemen, zum einen für das befahren mit NEM und RP 25 Radsätzen und die zweite zum befahren mit ausschließlich RP 25 / 88fine Radstandard.

Nachdem ich diese DKW bei der Modellbau Messe Leipzig 2013 am Stand von Rolf und Birgit Weinert eingehend betrachten konnte wovon ich hier im Blog in Wort und Bilder der mein Gleis DKW berichtete, hat man sich aus konstruktiven Gründen wohl doch entschlossen diese Weiche in nun zwei Ausführungen des befahrbaren RAD - SCHIENE - SYSTEM auf den Markt zu bringen.

Maße und einige Details zur neuen DKW sind vorerst dem Neuheitenblatt zu entnehmen!


Nachtrag am 4. Februar:

Lars Christian Uhlig (Lcu)  hat vor ein paar Tagen einen sehr interessanten und tiefgründigen Beitrag hier im Post # 158 des H0 Modellbahnforum zur Doppelkreuzungsweiche (DKW) von Weinert mein Gleis gepostet.
Diesen Beitrag sollte sich jeder interessierte an der Thematik nicht entgehen lassen!

Samstag, 24. Januar 2015

Die Bahnsteig Schranke in 1 : 87, deren Ausrüstung und einigen weiteren kleinen Details - ein Nachtrag zum Thema







Im vorher gehenden Beitrag zum Thema Bahnsteigschranke hatte ich in Gedanken folgenden Satz dem Beitrag eingefügt, diesen ich hier noch einmal zitieren möchte:

Gerade jetzt beim schreiben denke ich darüber nach, ob ich nicht die Verschraubungen bzw. deren Köpfe an den Gegengewichten vielleicht noch darstellen sollte ... ?

Darauf hin meldeten sich einige Stimmen ua. im Kommentar zu diesem Beitrag die mich im Grunde aufforderten, doch noch jene Verschraubungen in die Gegengewichte des Schrankenbaumes zu implantieren. Irgendwie sollen sie ja am Baum befestigt sein, wenn schon dann natürlich gemäß den Schranken beim Vorbild.

Nun denn, so habe ich in meinen Beständen an Niete und Verschraubungen im Mikrobereich vier Stück meines erachten passende Teile heraus gesucht.
Diese vier Schraubenbolzen mit einer Schlüsselweite (SW) von 0,4 mm wurden sodann zum Einbau vorbereitet.



Zu diesem Zweck habe ich die beiden Gegengewichte inklusive des Schrankenbaumes nochmals neu angefertigt.
Dem Schrankenbaum selbst verpaßte ich statt der vormals 0,5 mm Bohrung im Drehpunkt nun eine solche von 0,4 mm.
Da der Baum wie im ersten Beitrag beschrieben aus 1,00 mm hartem und gerichteten Messingdraht besteht, ist nun "das Fleisch des Materials" an der Bohrung von 0,25 mm auf 0,30 mm je Seite gewachsen. Dies hört sich nun beileibe nicht viel an, meiner Erfahrung nach ist aber eine Erhöhung der Materialstärke an der Bohrung wenn auch "nur" um 5 Tausendstel Millimeter und besonders wenn dann später der Baum beweglich sein soll nicht zu verachten!
Folgen nun ein paar Bilder im Detail zu Ansicht:

Mittwoch, 21. Januar 2015

Bahnsteig Schranke 1 : 87 nebst Geländer zur Sicherung des Personalüberweges auf dem Westentaschen - Modul Nr. 1







Kleine wenig aufwendige Basteleien die ich in der vergangenen Woche ausgeführt und auf dem Westentaschen Modul vorerst zur Probe eingefügt habe, stellen zwei kurze  Geländer und eine sogenannte Bahnsteigschranke dar.
Diese beiden "Bauten" sollen den Personalübergang der Gleise gegen Unfallgefahren sichern helfen indem die Gleise nur mit gebotener Vorsicht betreten werden können, so jedenfalls war deren Aufgabe zeitlebens beim Vorbild, wobei die kleine Schranke zusätzlich den Zutritt in den Gleisbereich für Unbefugte von der Bahnsteigseite kommend verwehren soll.



So stellt sich nun die Situation an den Gleisen dar, unten am durchgängigen Kleinbahngleis das Geländer welches zB. den Fahrradfahrer zwingt vor dem Gleis vom Rad zu steigen um Vorsicht und Obacht der eigenen Sicherheit walten zu lassen, oben die einfache Schranke zur Absicherung des Bahnsteigabganges zu den beiden Werkbahngleisen.
Sollen nun ein paar Details zu dieser Situation in Wort und Bild folgen:

Samstag, 17. Januar 2015

Ein sächsischer 750 mm Schmalspur - Personenwagen der Gattung KB 4 in H0e von Technomodell wird verfeinert - ein Beitrag von Norman Timpe






Liebe Blog-Leser,

nach meinem "Erstling" hier in diesem Theater vor ein paar Wochen , möchte ich gerne eine weitere kleine Bastelei vorstellen.
Es wird auch heute wieder um ein schmalspuriges Thema gehen.
Dieses Mal jedoch habe ich mich eines "richtigen" Schmalspurfahrzeuges angenommen.
Will heißen, ein sächsischer Personenwagen der Gattung KB4 (750mm Schmalspur) wurde entsprechend für meine Belange ertüchtigt.



Das Vorbildfahrzeug wurde 1911 in Dienst gestellt und der lfd. Nr 711 - vereinfacht gesagt, sind die laufenden Nummern analog zu den preußischen MB zu sehen - zugeordnet.
Später orderte die sächsische Staatsbahn noch weitere Exemplare nach und reihte diese unter der lfd. Nr. 712 ein.
Der Wagen führte ursprünglich 2. und 3. Klasse, daher die Gattungsbezeichnung BCC.
Das "C" wird in diesem Fall verdoppelt, da es sich um ein vierachsiges Fahrzeug handelt. 

Nach Abschaffung der 3. Klasse wurde also ein reiner 2. Klasse-Wagen daraus, unter Beibehaltung der unterschiedlichen Platzaufteilung.
Die DR der DDR hat ja zur Kennzeichnung eines 4- achsigen Wagen eben die Ziffer 4 vorgesehen, anstatt wie in der Epoche 1 üblich, den zweiten Kennbuchstaben zu verdoppeln. 
So wurde aus der Bezeichnung BCC die Bezeichnung KB4. Warum nun dabei das "i" für Bühne fehlt, das entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Die Blechbeplankung ist seit den 50er Jahren bei fast allen Exemplaren angebracht worden. Umgangssprachlich werden diese Fahrzeuge einfach als "Großfenstrige" bezeichnet.

Das Modell stammt von der Firma Technomodell, zum Kaufzeitpunkt noch unter der Ägide des Firmengründers Ing. Walter.
Kurz vor seinem Tod wurde das Sortiment von PMT übernommen. Leider sind die alten Formen bisher kaum überarbeitet worden.
Maßgebliche Vorgabe war, keine riesigen konstruktiven Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen.
Dies wäre im Sinne einer Annäherung an das Vorbild eigentlich nötig bei z.B. armdicken Bühnengeländer und angespritzten Griffstangen, aber ich sah davon ab um einen einigermaßen
überschaubaren Zeitraum für den Umbau einhalten zu können.

Doch nun im folgenden zu den ausgeführten Arbeiten am Modell:

Mittwoch, 14. Januar 2015

Der G 02 im H0 Pur Standard im exakten Maßstab 1 : 87 aus einem Messingbausatz von D. I. T. - Modell in der Werkstatt von Stefan Seim gefertigt








Ein wahrlich exorbitant schönes und zudem exakt maßstäblich ausgeführtes Wagenmodell eines Gml / G 02 DB welches ich heute hier vorstellen darf, hat der liebe Kollege Stefan Seim in seiner Werkstatt www.modellbahnatelier-siegbach.de aus einem großartigen aus exakt paßgenauen Neusilberblechen bestehenden Bausatz von D. I. T. - Modell auf das Gleis gestellt.
Man darf mit ruhigem gewissen die Behauptung aufstellen, dass der Bausatz und der aus diesem hervorgehende Wagen  das qualitativ ultimative Gefährt seiner Gattung im Maßstab 1 : 87 darstellt, was man auf diesem Planeten ohne wenn und aber für Geld bekommen kann!

Der Kleinserienhersteller dieses Bausatzes eines G 02, D.I.T. - Modell in Person Klaus - Dieter Pfennig beschreitet bei der Erstellung seiner Wagenbausätze einen etwas anderen Weg als im allgemeinen von gleichartigen Herstellern dieser Branche bekannt, denn er bietet dem Kunden eine Art modulares System seiner Bausätze an.
Dieses modulare Konzept äußert sich dahin gehend, dass der Kunde im Grunde "nur" eine Abbildung von einem gedeckten Güterwagen der großen Bauarten Familie der G 02 und G 10 seines Wunsches eines Modell nach exaktem Vorbild zum Hersteller zu schicken braucht und jener nach den jeweiligen Musterblätter den gewünschten Bausatz individuell zusammen stellt.
Bei dieser Zusammenstellung sind fast alle Bauarten möglich, die das Vorbild bietet und das Eisenbahnmodellbauer Herz begehrt.
So sind zB. die verschiedenen verbauten  Achshalter von den Fachwerksgabeln der Länderbauart bis zu den Pressblech - Achhalter der Verbandsbauart, Wagen mit und ohne den verschiedenen Bremserhäusern, mit verlängertem Fahrwerk ehemaliger aufgebauter Bremserhäuser, mit verschiedenen Ladeluken, ungebremste oder mit einer kompletten Luftdruckbremse ausgestattete Wagen  und so weiter und so fort möglich.
Demzufolge lassen sich nach diesem Prinzip wohl alle nach den jeweiligen preußischen Musterblätter jemals gebauten Wagen dieser Gattung von der Epoche I bis zur Epoche IV , ob Länderbahn, DRG, DB, DR mit ihren im Laufe ihrer Betriebsjahre eingebrachten vielseitigen Veränderungen usw. nachbilden.



Für mein empfinden bildschön steht der G - Wagen noch im Glanze des Neusilber und Messing an der Ladestraße des Wolpertinger Bockerl, von dieser sehr schönen Segmentanlage im H0pur Standard erstellt, ich hier im Blog und hier im Blog berichtete.

Stefan hat sich für den folgenden in Wort und Bild gezeigten Wagenselbstbau für eine Bauart des G 02 DB mit verlängertem Fahrwerk eines vom Bremserhaus und Handbremse entledigten Wagen entschieden.

Montag, 12. Januar 2015

BRAWA Köf II Umbau - meines Enkel "alte" Kö II von BRAWA und eine Erinnerung an dieses Projekt







Am vergangenen Wochenende haben mich Kollegen beim Stammtisch mit der Frage konfrontiert, wie es denn eigentlich nun mit dem Umbau der BRAWA Kö II steht.
Was soll ich sagen, zur Zeit ruht das ganze Projekt nachdem ich einen Faulhabermotor mit guter Schwungmasse eingebaut habe aber trotzdem noch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis bzw. den Laufeigenschaften bin.
Diese Unzufriedenheit bezieht sich derweil nicht auf den Glockenankermotor selbst der seidenweich schnurrt, sondern es bezieht sich auf die erste Stufe des Motor folgenden Getriebes der Kleinlokomotive und dessen Untersetzung zuzüglich einem verwendbaren guten Digitaldecoder.
Dieser Decoder soll im Motorvorbau direkt über dem Motor liegend installiert werden, obwohl in diesem Bereich kaum Platz, gibt es dennoch einen Decoder am Markt welcher für diese Maßnahme gut geeignet ist.
Um aber etwas Sicherheit gegenüber dem Decoder zu haben, möchte ich die Innenseite des Vorbau oben um ca. 0,4 - 0,5 mm fachgerecht von einem Freund ausgefräst bekommen.
Genau dazu bin ich / sind wir aber noch nicht gekommen.

 ...und es gibt noch einen weiteren triftigen Grund für die Verzögerung am Projekt ...

Samstag, 10. Januar 2015

Das 2. Neujahrstreffen der Modellbahnen auf Gut Mößlitz Anhalt-Bitterfeld Sa. / So. 03. - 04. 01. 2015








Am ersten Wochenende des neuen Jahres fand nun schon zum zweiten Mal in Folge auf Gut Mößlitz in Nachbarschaft der Kleinstadt Zörbig auf halber Strecke zwischen Bitterfeld und Köthen / Anhalt gelegen, das Neujahrstreffen der Modellbahnen statt.
Diese Veranstaltung darf als im Umfang der beiwohnenden Aussteller als die größte im Landkreis Anhalt - Bitterfeld / Sachsen-Anhalt bewertet werden und wird sich ganz sicher bei kontinuierlicher Weiterführung und Pflege zu dem territorialen Event im Jahr in Sachen Modelleisenbahn hoffentlich auch schnell über die Kreisgrenzen hinaus etablieren.
Geht man von der Zahl der Besucher, es begehrten an beiden Veranstaltungstagen über 3000 Gäste für einen eher gering zu entrichtenden Obolus bei Erwachsenen 2 Euro und Kinder die Hälfte Einlaß und neben dem nicht geringen Medieninteresse, wobei der MDR einen kurzen Bericht in der vor abendlichen Nachrichtensendung ""Sachsen - Anhalt heute"" ausstrahlte, darf man wohl diese Veranstaltung als sehr gelungen bezeichnen und einer Fortführung in den kommenden Jahren positiv entgegen sehen!
Nach dem sehr dichten Gedränge der Besucher an den einzelnen Anlagen zu urteilen, sollte eigentlich auch unbedingt davon ausgegangen werden.

Zudem ist hier der Link zur Homepage des Gut Mößlitz , so kann der interessierte weitere Details zum gesamten Objekt des Gutes und dessen vielfältige Aktivitäten einsehen.



Diese rechts im Bild bezeichnete sehr interessante Kleinbahn auf vielen Segmenten nachgebaut, wobei man auf diesem Bild ca. 50 % der gesamten Länge erkennen kann, hatte ich schon einmal zur Köthener Weihnachtsausstellung im Dezember 2013 hier im Blog vorgestellt.

Ich kann jetzt zu meinem Unmut beim besten Willen nicht bekannt geben aus wieviel Segmenten insgesamt diese Nachbildung der Kleinbahn besteht und selbst die momentane komplette Länge ist mir derzeit unbekannt.
Zu diesen Fragen sollte wohl noch Klärungsbedarf bestehen!

Soll nun im folgenden ein kleiner Rundgang in der ehemaligen Scheune des Gut Mößlitz und heutiger schön ausgebauten Veranstaltungsstätte des 2. Neujahrstreffen der Modelleisenbahn im sehr dichten Gedränge der vielen interessierten Besucher stattfinden:

Donnerstag, 8. Januar 2015

Der preußische Rungenwagen SSk Köln von Fleischmann - das Bremserhaus







Eine wohl längere währende Geschichte meines Umbau und Verfeinerung des SSk Köln von GFN, von diesem Projekt ich bis dato  hier im Blog berichtete dürfte es wohl werden, da je intensiver ich mich mit dem Vorbild beschäftige, demzufolge stetig neue Erkenntnisse zu gewinnen sind.

Beim sortieren einiger Bilder auf Zeitungsausschnitten von der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn GmbH aus den 1930er Jahren fiel mir ein Blick auf eine Abbildung eines Rungen- / Schienenwagen mir noch unbekannter Bauart (SSm / SS ml / SS??) mit altem preußischen Bremserhaus und mit einer sehr wahrscheinlich nachträglich angebauten Türe.

Dabei kam mir spontan die Idee dem Bremserhaus meines SSk Köln  von Fleischmann eine ebensolche Türe zu spendieren.
Ich kann absolut nicht sagen, ob jemals ein solcher SSk Köln zum einen von der Waggonbaufabrik bei seiner Herstellung schon eine Türe für das eigentlich nur als offen bekannte Bremserhaus angebaut bekam, noch ob in seinem späteren Leben solche Maßnahmen durchgeführt worden sind.
Auf Bildern etc. habe ich dies jedenfalls persönlich noch nicht gesehen!

Etwas weiter unten im Beitrag habe ich das komplette Bild aus jenem dieser Ausschnitt stammt eingestellt. Vielleicht kann dann etwa mehr zu diesem Wagen gesagt werden.



So habe ich begonnen an Hand alter Zeichnungen und Fotos eine passende Türe in Messingbauweise zu erstellen, sie soll nicht einen exakt maßstäblichen Charakter besitzen, was auch gar nicht schon allein wegen einiger fehlender Vorbildmaße vereinbar wäre.
Es soll einfach der Versuch sein ob es mir möglich ist, solch eine Türe aus Messingblech zu fertigen und glaubhaft im geöffneten Zustand an das Bremserhaus anzubauen.
Dabei fehlen noch einige Teile wie die Scharniere und der Rahmen um das Fenster, auch ist mir die Klinke mit 0,4 mm Messingdraht etwas zu stark geraten und muß nochmals geändert werden.

Im folgenden mußte ich mir unbedingt ein paar weitere Gedanken zum oben gezeigten Flachwagen durch den Kopf gehen lassen, denn die Sache der Bauart - Identifizierung beginnt langsam Spaß zu machen:

Dienstag, 6. Januar 2015

Der alte gemauerte Kanalschacht auf dem Westentaschen - Modul Nr. 1 ist nun (fast) fertig gestellt







Viel ist in den letzten Tagen auf meinem Basteltisch nicht geschehen, außer das ich den alten gemauerten Kanalschacht nun soweit fertig gestellt und in den Bahndamm neben dem Kleinbahngleis eingebaut habe.
Dieses kleine und eher unscheinbare Bauwerk hat mir bei seiner Erstellung eine Menge an Zeit gekostet, dementsprechend bin ich mit seiner Fertigstellung ganz zufrieden.

Nachdem der Rohbau des alten Mauerwerkes aus maßstäblichen Keramikziegel ohne einen korrekten nach Lehrbuch gemauerten Verband darzustellen fertig gestellt war und wovon ich vor ein paar Tagen hier im Blog in Wort und Bild berichtete, mußten im Grunde nur noch das in zwei spiegelbildliche Hälften geteilte Abdeckblech hergestellt und mit angebauten Scharnieren zum öffnen versehen werden.
Die Scharniere selbst habe ich derweil nicht funktionsfähig gestaltet, es sind "nur" zwei nachgebildete Attrappen.



Die Abdeckbleche selbst wurden erneut aus dem schönen 0,10 mm starken Messing - Rautenblech von Günter Weimann gefertigt, dieses auf ein 0,15mm Messingblech gelötet, welches den in die Krone des Mauerwerk eingebauten Rahmen / Zarge darstellen soll.
Die Teilung der Abdeckplatte des hier am Bauwerk rein theoretisch gleichwohl nach beiden Seiten zu öffnenden Schachtes bildete ich mit einem passenden Stück aufgelöteten Neusilberstreifen nach.

Einzig die dann beidseitig aufgebauten Nachbildungen der Scharniere machen mir rein optisch noch ein paar kleine Sorgen, dies ich im folgenden verdeutlichen möchte:

Samstag, 3. Januar 2015

Die Seite ""Neuigkeiten von der Zschornewitzer Kleinbahn"" aktualisiert






Heute habe ich nach langer Zeit die Seite Neuigkeiten von der Zschornewitzer KB aktualisiert, in dem mehrere Abbildungen und Textpassagen von den letzten doch recht großen Ereignissen ""der Wiederinbetriebnahme"" eines Teilstück der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn und der ehemaligen Kohlenfernbahn des Braunkohlenkombinates Bitterfeld eingefügt wurden.

Gleichfalls wurde die Seite der Personenwagen der Zschornewitzer KB überarbeitet und meinen neusten begründeten Erkenntnissen zu diesem Thema angepaßt.

Freitag, 2. Januar 2015

Der mit maßstäblichen Ziegelsteinen 1 : 87 gemauerte alte Kanalschacht neben dem Hauptgleis der Kleinbahn







Das Thema maßstäbliche Keramikziegel bzw. Mauersteine in 1 : 87 von Juweela läßt mir einfach keine Ruhe, es muß mir doch wohl irgendwie vergönnt sein zu gelingen, ein vernünftiges und sauber "gemauertes" Bauwerk mit diesen winzigen Dingern zu erstellen!
Seit meinem ersten völlig verunglückten Versuch vor über einem Jahr mit diesen maßstäblichen Mauersteinen aus Keramik eine kleine Wand zu bauen, wovon ich hier im Blog berichtete, habe ich aus o.g. Grund ein paar weitere Versuche mit diesen Keramikziegel unternommen, jene Versuche man hier im Blog und vor ein paar Tagen veröffentlicht hier im Blog bei Interesse einsehen kann.

So habe ich nun hartnäckig wiederholt den Versuch unternommen ein kleines Bauwerk zu erstellen!
Dabei handelt es sich um die Nachbildung eines alten gemauerten Kanalschachtes / Einstieges für eine Abwasserleitung jene im Boden quer unter den Gleisen der Werk- und Kleinbahn verläuft und zu dieser man über den Kanalschacht als Einstieg etwa zu Wartungszwecken Zugang findet.
Solche gemauerten über dem Boden in einer gewissen Höhe aufragenden Kanalschächte fand man relativ häufig in verschiedensten Bauformen immer in jenen Bereichen zumeist der Industrie wieder, in denen viele Verbraucher existierten, die ihre Abwässer in einem Kanal- / geschlossenem Rohrsystem zB. in Richtung einer Kläranlage oder auch frevelhaft ungeklärt in ein fließendes oder sogar stehendes Gewässer abführten.
Gerade die älteren Kollegen und Kenner der sehr stark Chemie belasteten Bitterfelder Region unter uns wissen sicher noch sehr gut, von welchen Sünden ich hier spreche!
Zumeist waren es Sammler, welche hier unterirdisch mehrere zusammenführende Rohrleitungen in eine weiterführende Hauptleitung vereinten.
Ab ca. in den 1960er Jahren  ging man dann zumindest in Ostdeutschland dazu über, solche Schächte / Wartungseinstiege in Form von Betonfertigteilen zu gründen. Dennoch fand man vielerorts die gemauerten Einstiege bis weit in die 1990er Jahre in verschiedensten Bauformen vor.




Wie es in der Abbildung an Hand des momentane Baufortschrittes dieses nochmaligen Versuches hoffentlich zu erkennen sein sollte, ist dieser mir nun etwas besser gelungen.
Es zeigt einen alten im einfachen Läuferverband gemauerten Kanaleinstieg mit seinem Alter gerechten schon leicht zerbröselnden Zustand.
Die ersten Farbgebungen sind an diesem Rohbau auch schon getätigt, noch steht er aber ohne seiner Abdeckung aus Blechen frei in der Landschaft neben dem Gleis.

Ein paar weitere Bilder im folgenden sollen den Aufbau kurz dokumentieren:

Dienstag, 30. Dezember 2014

Zum Jahreswechsel 2014 / 2015...






... wünsche ich allen Leser und Besucher, Freunden und lieben Kollegen (nicht nur!) dieses Blog alles erdenklich Gute bei bester Gesundheit und viel Schaffenskraft hauptsächlich im privaten nebst beruflichen Bereich und ganz selbstverständlich bei den jeweilig anstehenden Eisenbahnmodellbau - Projekten.

Anbei möchte ich im folgenden auch gleich zwei interessante Tips zu im Januar 2015 in meiner Heimatregion anstehenden sehr interessanten Modellbahn - Events abgeben ...

Montag, 29. Dezember 2014

Der Werkbahn Haltepunkt ""Grube Hermine"" auf dem Westentaschen - Modul Nr. 1 und ein wenig weitere Gestaltung im Umfeld des Bahnsteiges







Als abschließende kleine Bastelei für das Jahr 2014 habe ich mich ein paar Tage vor Weihnachten nochmals dem Westentaschen - Modul Nr. 1 gewidmet, bevor die Module über die Festtage zu ihrem Besitzer zurück gehen. Deren Besitzer wünschte sich sehr während dieser Tage mit seinem Fahrzeugpark und in großer Erwartung eines neuen Modell vom Weihnachtsmann etwas spielen zu können.

So habe ich den Plan gefaßt auf dem Westentaschen - Modul Nr. 1 die obere rechte Ecke neben dem Abgang vom Altschwellen Bahnsteig bis zum Modulübergang zu gestalten. Dabei sollte nicht nur ein schnöder Weg oder des gleichen aufgebaut werden, sondern es sollte schon eine weitere kleine und realistische Szene dem Bahnsteig folgen.

Nach diesem Gedanken ist nun die im folgenden gezeigte Szene entstanden welche im Rohbau eigentlich komplett gestaltet ist.
Die finale Ausgestaltung  wird dann im neuen Jahr erfolgen, wobei ich nach Abschluß des Rohbau noch eine Idee geboren habe welche dann mit einfließen wird.



Der Abgang vom Bahnsteig wird mit einem Kies- / Sandweg gestaltet in jenem ein gemauerter Kanalschacht eingebettet ist.
Dieser Kanalschacht wird dann zu einem späteren Zeitpunkt die Begründung seiner Existenz finden! Vorerst ist er im Weg gebaut und harrt seiner Verwendung entgegen, diese sich dann im neuen Jahr zeigen wird.
Weiterhin ist ein einfaches Geländer neben dem Gleis aus altbrauchbaren preußischen Schienen gegen ein "schwarzes Übertreten" der Gleise aufgebaut. Der im Bild zu sehende Bauanfang eines Bohlenübergang ist für dieses und auch den beiden weiteren Gleisen nur den bei der Eisenbahn beschäftigten Personalen gestattet, so ist zwar ein Durchgang am Geländer vorgesehen, dieser aber mit einer Kette "für Unbefugte" abgesperrt werden wird.

Die soll der Beschreibung im Groben genügen, im folgenden nun zu den einzelnen Details:

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ein neues bestens produziertes HD - Video ""Miniatur Special - Schönheide Süd"" der gleichnamigen Leipziger Vereinsanlage auf Youtube erschienen






Ja ich bin ein Fan der Vereinsanlage ""Schönheide - Süd"" des MEV "Friedrich List" Leipzig e. V.!!

Nachdem ich mir die schöne Anlage nach realem Vorbild mit dem Spurwechselbahnhof von Normal H0- auf sächsische Schmalspur H0e aufgebaut in diesem Jahr im Mai im historischen Straßenbahndepot Schkeuditz und zur diesjährigen 52. Leipziger Weihnachtsausstellung eingehend angeschaut und eine Vielzahl an Bilder aufgenommen habe ...

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Der preußische Fakultativwagen von Fleischmann - mal etwas vom Vorbild nebst Überlegungen zum Modell und einem kleinen Video!







In den vergangenen Wochen habe ich mich ua. mit der Materie der Vorbilder des preußischen Fakultativwagen auseinander gesetzt.

Preußischer Fakultativwagen der Loburger Eisenbahnfreunde
Zum einen erhielt ich von netten Kollegen wertvolle Hinweise und Tipps zu Quellen und anderem Material dieser Wagenbauart betreffend im DSO Forum und zum anderen weiteres sehr informatives Material von einem lieben Kollegen zur Ansicht und Verwendung, wofür ich mich hier nochmals bedanken möchte!

Nachdem ich mich auch schon in zwei Beiträgen hier im Blog mit diesem Modell von Fleischmann auseinander gesetzt habe, setzte sich bei mir geschuldet der vielen neuen Erkenntnisse eine etwas der bisherigen andere Denkweise durch, welche auch am Modell Einzug erhalten soll.
Im Grunde bewarheitet es sich immer wieder aufs neue, es sollte bevor man mit dem eigentlichen Modellbau beginnt das Vorbild gründlich recherchiert werden!



Ein preußischer Fakultativwagen 4. Klasse mit 4,50 Meter Achsabstand, ungebremst mit durchgehender Druckluftleitung und einer auf eine Achse wirkende Feststellbremse mit preußischem Bremsgehänge.
Das genaue Aufnahmedatum der Abbildung ist nicht bekannt, wohl dürfte es sich aber um einen Zeitraum etwa 1910 vielleicht sogar etwas später in den Jahren des 1. Weltkrieg belaufen.
Indiz für diese Annahme sind die Achslager / Achslagerkästen der Verbandsbauart, der Wegfall einer Doppelhakenkupplung und der angebaute Bremsschlauch der späteren Reichsbahnbauart.
Ab welchem Jahr zB. die zweifach geschlitzten Korbpuffer im allgemeinen in Preußen verbaut sind, entzieht sich noch meiner momentanen Kenntnis, ebenso stellt sich mir die Frage des Betriebes der Beleuchtung, da an diesem Wagen der große Gastank unter dem Fahrgestell nicht zu erkennen ist und es sich demzufolge um keine mit Gas betriebene Beleuchtung handeln kann.
Elektrisch scheidet ebenso aus, es ist keine Lichtmaschine und kein Akkukasten installiert, zumal es um diese Zeit wohl an einem solchen Wagen im allgemeinen keine elektrische Beleuchtung gab.
So ist eigentlich nur noch der Betrieb mit Petroleum möglich?!
Leider läßt sich zudem auf dem Bild nicht erkennen bzw. entziffern, was die Bezeichnung des Schildes auf der Schiebetür des Wagen angebracht beinhaltet.

Nun gut, also ein paar Änderungen meines Planes der kleinen Umbauten am Fleischmann Modell!
Wie ich mir dies vorstelle, möchte ich im folgenden zeigen:

Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein schönes Motiv aus der Natur - geeignet zum Nachbau einer ganz kleinen Szene?








Beim "ausmisten" der großen Speicherkarte in meinem mich seit vielen Jahren begleitenden Handy Nokia N 95 habe ich auch einige schöne Bilder mit für meine Begriffe herrlichen Aufnahmen aus der Natur wieder entdeckt und welche ich ihrer Existenz im Handy schon völlig vergessen hatte.

Eine ganze Serie von Aufnahmen mit dem N  95 aufgenommen zeigen ein paar sprießende Pilze auf einem Waldboden neben dem Gleis der heute wohl schlussendlich ehemaligen Heidebahn Lutherstadt Wittenberg - Pretzsch - Eilenburg in der Nähe des heute zum größten Teil in privater Hand befindlichen Bahnhof Bad Schmiedeberg.

Beim betrachten der vorliegenden Bilder kam mir der Gedanke in wie weit es mir möglich ist, genau diese Szene im Maßstab 1 : 87 nach zubilden, wobei etwas weiter gesponnen der
Maßstab 1 : 32 / Spur 1 zur Nachbildung dieser Szene absolut prädestiniert wäre!

Dies wäre dann wieder ein neuer Anfang zum Weiterbau meines vor einigen Jahren begonnenen ersten großen Spur 1 Modul mit der darauf befindlichen und fertig gestellten maßstäblichen Selbstbauweiche EW 49 - 190 - 1:9 Fsch (H) in der Spur 1 pur Norm.
Dies wird nicht nur eine Überlegung wert sein  ...



Ich bin auch heute noch fasziniert der tollen Qualität der Bilder, welche mit der 5 MP Kamera des Nokia N 95 inklusive des Carl Zeiss Tessar - Objektiv zustande kommen können.
Diese Qualität ist mit meinem IPhone 6 nicht auf die Speicherkarte zu bekommen.

So stellt sich nun die Frage wie man es am besten anstellen kann, diese Pilze inklusive des üppig bestückten Waldboden in beiden Maßstäben exakt nachbilden zu können ...

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Der Besuch der 52. Leipziger Modellbahn Ausstellung 2014 des Modellbahnverein "Friedrich List" Leipzig e.V.








Der Besuch der nunmehr im 53. Jahr stattfindenden vorweihnachtlichen Leipziger Modellbahnausstellung der ehemaligen AG Friedrich List des DMV der DDR und heute unter dem Namen Modelleisenbahnverein "Friedrich List" Leipzig e.V. aus jener hervorgegangen, brachte mir ein paar schöne Eindrücke von ausgestellten Anlagen und Modellen.
Überschattet wurden nicht nur mir persönlich die in den Ausstellungsräumen der gegenüber der Nikolaikirche befindlichen "Strohsack - Passage"  für solch ein Event herrschenden zum Teil grauenhaft schlechten Lichtverhältnisse.
Dies zeigte sich leider auch in der Qualität der von mir aufgenommenen Bilder, welche im Grunde  sämtlich mißlungen sind und nur durch intensives bearbeiten mit einem Bildbearbeitungsprogramm halbwegs vorzeigbare Ergebnisse erzielen.

Aus diesem Grund habe ich auch eine Weile darüber nachgedacht - mein Besuch fand schon Ende November statt  - keinen bebilderten Beitrag über diese Ausstellung zu veröffentlichen, aber vielleicht ist es ja doch besser ein paar qualitativ schlechtere Aufnahmen zu zeigen als gar keine Bilder.
Denn eines muß ich sagen, einige Anlagen haben es für wahr verdient im Bild festgehalten zu werden, zu aller Anfang die private Anlage ""Spreewaldmodule"" in der Nenngröße H0m von Klaus Sommer.
Diese Module in einer Längenausdehnung von insgesamt 17 Meter haben es wirklich in sich!! Zum Teil sind die ersten Module wohl noch zu tiefsten Zeiten der DDR entstanden, aber was man dabei immer wieder eindrucksvoll zu sehen bekommt, sind Details über Details auf den Modulen und je länger man sich die Anlage angeschaut hat, um so mehr Interesse und Freude hat sich dabei innerlich aufgebaut.
Es hatte einfach riesigen Spaß bereitet die Anlage kennen zu lernen und den Betrieb auf ihr zu beobachten ... und es war sehr schwer sich von dieser Anlage dann wieder zu trennen!

So sollen jetzt die Bilder der vielen "Spreewaldmodule" des Herrn Klaus Sommer neben seiner ihn beim Betrieb unterstützenden "Crew" ohne vieler Worte folgen.






Mittwoch, 17. Dezember 2014

Der Selbstbau des Geländer für den Bahnsteig des Werkbahn - Haltepunktes ""Grube Hermine"" auf dem Westentaschen Modul Nr. 1








Bei dem für den Altschwellenbahnsteig des Werkbahn Haltepunkt ""Grube Hermine"" zur Verwendung kommenden abschließenden Geländer kam kein Produkt bekannter (Kleinserien-) Hersteller in Frage, sie können mir leider nicht das gewünschte und passende Konstrukt für diesen Bahnsteig anbieten und liefern.
So war einmal wieder auch an dieser Baustelle der komplette Selbstbau angesagt!

In einer vor Jahren erschienenen Ausgabe der MIBA (8 / 2001) hatte der von mir seinem Modellbau verehrte Dr. Gebhard J. Weiß, bekannt ua. durch seinen sehr schönen und in vielen Beiträgen in genannter Zeitschrift vorgestellten Modulbahnhof nach Fremo Norm "Barthelsaurach" einige Verfahren für den Selbstbau verschiedener Geländer in gut nachvollziehbaren recht einfachen Schritten aus Messingprofilen vorgestellt.

Ein in jenem MIBA Beitrag in einzelnen Bauschritten vorgeschlagenes Geländer, bestehend aus 1,0 mm x 1,0 mm Winkelprofil nebst 0,8 mm Rundmaterial für die senkrechten Stützen schwebte mir in Etwa auch als hintere Barriere des Altschwellen Bahnsteig vor, wurden doch genau solche Konstrukte sehr oft beim Vorbild angewandt.
Demzufolge wurde also dieses Geländer für die gesamte Länge des Bahnsteiges mit einigen kleineren Maßabweichungen gemäß Gebhardt J. Weiß erstellt.



Im Bild ist nun das Geländer noch im Glanze des Werkstoff Messing montiert auf dem Bahnsteig zu sehen, wobei Fleischmann's Fakultativwagen als kleiner Größenvergleich dienen soll.
Wie nun das Geländer im einzelnen entstanden ist, sollen die folgenden Bilder und Erläuterungen verdeutlichen:


Montag, 15. Dezember 2014

Eisenbahn Literatur - die Vierundzwanzigste -/- Die Feldbahnen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR aus dem Zeunert Verlag Gifhorn







Als kleine sehr interessante Ergänzung des zu diesem Post voran veröffentlichten Beitrag der Feldbahn mit 600 mm Spurweite im Modell 1 : 87 H0f des lieben Kollegen Norman, sollte ich unbedingt auf eine im Jahre 2007 als stark erweiterte Neuausgabe der Feldbahnen auf dem ehemaligen Gebiet der DDR der 1989 beim Zeunert Verlag Gifhorn erschienenen "Urfassung der Erstausgabe" verweisen.
Dieses Buch aus Norman's Literaturbestand mir persönlich wärmstens ans Herz gelegt und zur Ansicht entliehen, zeigt an Hand von vielen Abbildungen und Beschreibungen ehemalige heute unwiederbringlich abgebaute Feldbahnen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in ihrem zu jener Zeit jeweiligen Aufgabengebiet.



Wer die Vielzahl an verschiedenen Publikationen aus den Bereichen Kleinbahn, Schmalspurbahn, Feldbahn und anderen herausgegeben vom Zeunert Verlag Gifhorn kennt, weiß sicher deren Qualität rundum zu schätzen.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Buch da leider beim Verlag schon länger Zeit vergriffen und nicht mehr lieferbar, antiquarisch ein gesuchtes Objekt darstellt, welches zum Teil exorbitant hohe Preise für Ausgaben aus zweiter Hand abverlangt.

Samstag, 13. Dezember 2014

Die Feldbahn der 600 mm Spurweite im Maßstab 1 : 87 H0f - ein Beitrag von Norman Timpe zu seinen hervoragenden H0f Basteleien







Liebe Modellbahnfreunde und Blog-Leser!

der heutige Eintrag wird etwas "aus der Art schlagen" dergestalt, daß er ausnahmsweise aus dem Vogtland kommt.
Ingo hat mir freundlicherweise an dieser Stelle Platz für einen Gastbeitrag eingeräumt.
Was die generelle Philosophie unseres gemeinsamen Hobbys, sowie die gewählten Themen und deren Umsetzung betrifft,
gibt es bei uns doch recht große Schnittmengen. Wobei es mir eher die schmalen Spuren angetan haben.
Nachdem er in einem seiner Oktober-Einträge hier im Blog, schon einmal mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl gewunken hatte,
möchte ich nun wenigstens teilweise Taten, respektive Bilder folgen lassen.



Wie sich unschwer erkennen läßt, soll es mir um das Thema "Feldbahn" gehen.
Unlängst habe ich es mir in den Kopf gesetzt, nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Anregungen aus diesem Blog, mich am Eigenbau von Feldbahngleis zu versuchen. Um Angenehmes mit dem Nützlichen zu verbinden, sollte ein "Mikro - Diorama" entstehen.
Wobei sich das Angenehme darauf bezieht, die wunderschöne und leider nicht mehr lieferbare Ns2f von Technomodell, in sozusagen artgerechter Umgebung zu präsentieren.
Diese Tatsache brachte es auch mit sich, die H0f-Spurweite mit 6,7mm zu realisieren.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein alter ungesicherter Klein- und Werkbahn Bahnübergang wird mit verschiedenen Materialien erstellt








Auf meinem H0pur Minimodul "geschlossener Abzweig Schwellenplatz" habe ich den Bau und Gestaltung eines beim Vorbild provisorisch angelegten Bahnübergang unter Selbstbau und Verwendung von maßstäblichen Betonplatten nach DDR TGL - Norm fest eingeplant, hier am Westentaschen - Modul Nr. 2 werde ich den Versuch unternehmen, in wie weit solch ein bei Klein- und Werk- / Grubenbahnen mit anderen Baustoffen / Materialien im Gleisbereich ein beim Vorbild relativ schnell "zusammen  gezimmerter Bahnübergang" realistisch im Modell nachgebildet werden kann.

Die Aufgabe soll nun darin bestehen, dass durchgehende "Hauptgleis" der Kleinbahn am Modulrand nebst den beiden  in Nachbarschaft liegenden niveaugleichen  Werkbahngleisen einen gemeinsamen Gleisübergang für Fahrzeuge zu erstellen, wobei die eigentlichen Gleisübergänge der beiden Werkbahngleise mit Altschwellen und diese gesichert durch Bauklammern dargestellt werden sollen.
Zur Gestaltung des Übergang am / im Kleinbahngleis selbst ist derzeit noch nicht die finale Entscheidung gefallen. Die Gedanken gehen in Richtung sogenannter Phosphorschlacke Steine - Rückstände der verbrauchten Elektroden bei der chemischen Elektrolyse - welche bedingt durch die in dieser Gegend ansässigen chemischen Werke mit ihrer Vielzahl an Elektrolysen billig und viel zu haben und auch in jenen Bereiche sehr oft gepflastert waren.

Aber nun zurück zu den Altschwellen - Bahnübergängen.
Gerade bei Gruben- und Grubenanschlußbahnen waren Altschwellen aus den Tagebauen, seien diese für die Kohlen- oder Abraumgleise verwendet worden, trotz zum Teil mehrmaliger Aufarbeitung an eine Verschleißgrenze gekommen, an der sie für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr zu gebrauchen waren.
Man fand für die in nicht geringer Anzahl vorliegenden Altschwellen schnell andere und durchaus wichtige Verwendungszwecke, so ua. auch für (provisorische) Gleisüberfahrten innerhalb der Werksgelände.
Diese Übergänge aus Altschwellen waren bei Bedarf schnell in ein Gleis verlegt und gesichert und konnten ebenso schnell wieder entfernt werden.
Mit der Zeit um etwa 1955 lösten dann die heute allseits bekannten Betonfertigelemente langsam die Altschwellen ab.

Über einen alten Bahnübergang beim Vorbild wenn auch komplett mit Betonfertigelementen bestückt,  habe ich hier im Blog vor einiger Zeit in Wort und Bild berichtet.



Der Grundaufbau der (Echt-) Holzschwellen in den beiden Werkbahngleisen. Diesen Aufbau der versetzten Schwellen kenne ich noch aus vergangenen Zeiten in jenen mit diesem Material bestückte Übergänge noch oft zu finden waren. 
Leider sind sie nun alle verschwunden, ein paar Aufnahmen hatte ich damals zu seiner Zeit leider auch nicht angefertigt, zu unspektakulär erschienen mir diese Motive.
Heute ist es sehr schwierig noch Vorbildaufnahmen solcher Situationen zu finden, ich für meine Person bin bis dato nicht erfolgreich gewesen.
So muß nun dieses kleine Projekt allein aus meinen Erinnerungen entstehen!
Wie ich mir dies vorstelle möchte ich kurz im folgenden zeigen:

Montag, 8. Dezember 2014

Der gekappte Strommast im Modell nebst einer Erweiterung der Szenerie








Vor nunmehr ein paar Monaten im vergangenen Sommer berichtete ich hier im Blog von einem im Modell als interessantes Detail neben dem Gleis nachahmenswerten gekappten Strommast mit Standort an der ehemaligen Kohlenfernbahn Burgkemnitz / Elbekraftwerk Vockerode.

Ich habe mir nun dieses Detail zur Nachbildung angenommen und begonnen, eine kleine Szene auf dem Westentaschen - Modul Nr. 1 zu erstellen.
Da mir aber ein einzelner gekappter Mast zur Nachbildung etwas zu mager und wenig erscheint, möchte ich diesen kleinen Faden "weiter spinnen" und noch einen demontierten Masten zusätzlich der Szene beifügen.
Schaut man sich die Vorbildaufnahme genau an, so stellt man sich berechtigt die Frage, dass dieser Strommast wohl nicht allein in der Landschaft stehen konnte, es sollte ja doch irgendwie ein nächster Mast diesem folgen.
Beim Vorbild selbst ist ein folgender zweiter Mast nicht mehr auszumachen, auch waren hier die Gleise mit Fahrdraht für die Gruben E - Loks überspannt und demzufolge müßte eine separate Stromleitung im gewissen Sicherheitsabstand über die Fahrdrähte geführt worden sein. Da aber wie im Bild zu erkennen ist hinter dem noch einzigen durchgehend befahrbaren Gleis weitere ehemalige Gleisanlagen komplett entfernt worden sind, könnte sich bei dieser Aktion auch der diesem Mast folgende unter der "Erdbodengleichmachung" befunden haben.
Diese von mir aufgestellte These ist, so hoffe ich, für ein Modell wohl nachvollziehbar.

Um nun der ganzen Sache im Modell doch etwas Glaubwürdigkeit zu vermitteln, möchte ich der Szene im Ganzen zwei Masten darstellen, bei diesen gegenläufig dem Vorbild die hier völlig maroden und als Sicherheitsrisiko anzusehenden Holzmasten gegen neue frische ausgetauscht werden.
Soweit, so gut.
So kann der Bautrupp nun ausgeschickt werden, um diesen Job zu erledigen!



Die ersten Versuche der Positionierung beider Masten links und rechts dem Hauptgleis.
Beide Mastträger sind noch unbehandelt im Rohbau anzusehen, ein paar Versuche zur endgültigen Stellung möchte ich noch unternehmen bis diese dann ihre vorbildliche Färbung verpaßt bekommen und in zwei Bohrungen eingeklebt werden.

Ein paar weitere Details und Gedanken zu diesem Thema sollen nun folgen:

Samstag, 6. Dezember 2014

Gefederte Originalkupplungen an Fahrzeugen im Maßstab 1 : 87 sind ausdrücklich nicht nur und ausschließlich für den H0 Pur Standard verwendbar








Über gefederte Originalkupplungen an Fahrzeugen hatte ich vor 2 Jahren hier im Blog in einigen Beiträgen berichtet, damals im speziellen der Verwendung an Modellen im H0pur Standard.
Vielleicht besteht in der Allgemeinheit der Modellbahner der Glaube, solche gefederten Originalkupplungen inklusive der Federpuffer welche für diese Kupplungsart nun mal rein technisch zwingend erforderlich sind, können nur bei den Puristen oder Finescaler und deren Fahrzeugen angewendet werden.
Dem ist nicht so!
Unter gewissen Bedingungen mit denen ich in der letzten Zeit experimentiert habe, ist sehr wohl diese feine dem Vorbild am nächsten anzusiedelnde Kupplungsart fast uneingeschränkt auch von "NEM - Fahrer" anwendbar.
Einzige unabdingbare Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb mit gefederten Originalkupplungen inklusive Federpuffer ist ein Mindestbogenhalbmesser von etwa mindestens 800 mm, im Gleis- als auch im Weichenbereich!
Darüber ist alles möglich, ab ca. 950 mm sogar das streng Puffer an Puffer fahren. Dabei spielt die verwendete Radsatznorm eine sehr untergeordnete bis gar keine Rolle, wobei es wie im folgenden zu sehen sogar im ""Mischbetrieb"" verschiedener Radsatznormen speziell bei der Verwendung von Weinert mein Gleis Weichen durchaus bestens ohne jegliche Betriebsstörungen funktionieren kann.

Zu diesem Experiment habe ich folgende Fahrzeuge mit unterschiedlicher Radsatzbestückung, unterschiedlicher Fabrikate von Federpuffer und gefederter Originalkupplungen verwendet:

  1. V 23 von BRAWA mit originalem Radsatz nach NEM, Spurkranzhöhe ca. 0,9 mm, am Fahrzeug vorhandene originale Federpuffer und gefederte Originalkupplung von D.I.T. - Modell mit Stahlbügel ausgestattet;
  2. G 10 von BRAWA mit H0pur Radsatz, Spurkranzhöhe 0,32 mm und Radbreite 1,55 mm, Federpuffer von Günter Weimann und gefederte Originalkupplung von Weinert Modellbau;
  3. pr. SSk Köln von Fleischmann, Radsatz H0fine RP 25 / 88 Spurkranzhöhe 0,6 mm und Radbreite 2,2 mm, gefederte Korbpuffer vierfach geschlitzt von Weinert Modellbau und gefederte Originalkupplung von D.I.T. - Modell ebenfalls mit Stahlbügel ausgestattet.


In diesem Bild zu sehen sind die beiden Kupplungen ""streng"" zur Fahrt Puffer an Puffer eingestellt, anbei der in diesem Bereich vorhandene Gleisbogen exakt 980 mm beträgt!
Wie es ersichtlich ist, sind die Kupplungen bedingt ihrer beiden Federn etwas gedehnt, aber auch die beiden dem Gleisbogen inneren Federpuffer verrichten parallel ihre Arbeit!
Es ist dabei bei gezogenem sowie auch geschobenen Zug mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten  keine Störung eingetreten bzw. erkennbar.
Gut, ich habe meine Experimente mit maximal 2 zweiachsigen und einem vierachsigen Drehgestellwagen im Verband durchgeführt, bei 10 oder mehr oder sehr viel längeren dementsprechend gekuppelten Fahrzeugen kann das Ergebnis - und wird es sicher auch - ganz anders lauten.
Aber für einen Kleinbahn- / Nebenbahnbetrieb abseits von Finescale ist der Betrieb durchaus nicht abwegig denkbar!

Sollen nun einige weitere Beispiele in Wort und Bild folgen:

Dienstag, 2. Dezember 2014

BRAWA 's geschweißter 22 Kubikmeter Kesselwagen - die Reparatur des defekten Wagen eines Kollegen








Mein Besuch bei einem Hobbykollegen zeigte mir im nun wiederholten Fall sehr unmißverständlich auf, dass die sehr filigran nachgebildeten Modelle der geschweißten 22 m³ Kesselwagen von BRAWA wohl für den "normalen" Anlagenbetrieb respektive Kinderhände weniger geeignet sind.

Dies äußert sich an einigen Defekten, welche vor allen Dingen die Bremserbühne mit deren zum Teil super feinen Geländer, der Handbremsspindel, den Aufstiegen aber auch dem Geländer der Arbeitsbühne auf dem Kessel und einigen weiteren Bauteilen, welche sich trotz großer Vorschicht aus ihrer Verbindung ablösen oder noch schlimmer abbrechen.
Wie auch immer so denke ich, dass ich hier wohl nichts "Neues" kund gebe, dass der eine oder andere Kollege sicher auch solche weniger schönen Erfahrungen beim Umgang mit diesem Modell im "Spielbetrieb" gesammelt hat.
Trotz größter Vorsicht beim Umgang mit diesen sehr filigranen Wagen sind sie wohl nicht zum normalen spielen geeignet.

So bat mich vor geraumer Zeit ein befreundeter Besitzer eines solchen BRAWA Modell seinen Wagen einmal anzuschauen, da dieser nach einem "Absturz" etwas lädiert sei und ob mit (auch finanziellen) vertretbarem Aufwand eine Instandsetzung möglich ist.

 Der Schaden an diesem Wagen belief sich nach eingehender Sichtung wie folgt:

  • ein Puffer plan der Bohle abgebrochen, wobei der Versuch des Kollegen unternommen wurde, leider aus Unkenntnis seiner Befestigung in der Pufferbohle den verbliebenen Rest in der Bohle durch aufbohren entfernen zu können, diese Aktion dabei aber leider gehörig in die Hose ging;
  • die Bremserbühne und besonders die Bohlenbedeckung der Bühne durch Abbruch beschädigt;
  • beide Aufstiege zur Bühne irreparabel defekt;
  • das im Bild am Wagen zu sehende Anschriftenfeld baumelt durch Abbruch seiner Verankerungen vor sich hin;
  • der Achshalter auf der Seite des defekten Puffer etwas verbogen und noch weitere Kleinstteile reparaturbedürftig.
Ein sehr großer Schaden ist demzufolge bei diesem Absturz nicht eingetreten und dürfte alles reparabel sein, sollen nun im ersten Arbeitsgang die Puffer / der Puffersitz komplett zum Teil repariert und gegen Federpuffer ausgetauscht werden.



Im ersten Durchgang habe ich nun den defekten Puffer samt  Spannplatte und in einem Zuge ebenso die anderen drei Puffer gegen gefederte Exemplare von Günther Modellbau  getauscht.
Dieser Stand zeigt sich im Bild oben an dem Kesselwagen.
Dabei mußte der völlig aus dem Ruder geratene "Ausbohrversuch" wieder retuschiert werden wie ich es im folgenden aufzeigen möchte:

Sonntag, 30. November 2014

Die Segmentanlage der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE) im Maßstab 1 : 87 des Arbeitskreises Modelleisenbahn Dessau e. V. ausgestellt zum Weihnachtsmarkt der Stadt Wörlitz am 29. und 30. November 2014







Der in jedem Jahr am ersten Adventwochenende abgehaltene Weihnachtsmarkt der Stadt Wörlitz, bekannt durch das Wörlitzer Gartenreich unweit von Dessau gelegen, bot nicht nur eine sehr, sehr große Vielzahl unterschiedlicher und ausschließlich aus der Region und chrislichem Gedanken vertretener weihnachtlicher Stände, Buden, Händler usw., sondern neben vielen anspruchsvollen kulturellen Veranstaltungen auch eine kleine Modellbahnausstellung an welcher die Vereine aus Dessau und Wittenberg beteiligt waren.
Diese Ausstellung fand in der Sporthalle der Wörlitzer Grundschule statt, wobei die nun folgend von mir dokumentierte Segmentanlage der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn obwohl noch lange nicht alle Betriebsstellen fertig gestellt, ihrer schon momentanen Ausdehnung einen solchen größeren Aufstellungsort dringend gebraucht!

Das Projekt des akribischen Nachbau der Nebenbahn von Dessau nach Wörlitz des Arbeitskreises Modelleisenbahn Dessau e. V. zur Darstellung des Betriebes zu Zeiten der DDR mit Reichsbahneigenen Betriebsmittel begann im Jahre 2009 und wird sich wohl noch einige Zeit bis zu deren Fertigstellung dahinziehen.
So sind zur Zeit die Bahnhöfe Wörlitz und Horstdorf mit all ihren beim Vorbild aufzufindenden im kompletten Selbstbau erstellten extrem realitätskonformen Gebäuden fertig gestellt und komplett betriebsbereit.
Weiterhin ist die beim Vorbild im weiten Bogen zu findende Bahnhofseinfahrt Wörlitz und die Überquerung des Kapengraben und Rotebach kurz vor dem Bahnhof Horstdorf akribisch nachgestellt.
Weiter der Fahrt kommt man nach wenigen Kilometer in den Bahnhof Oranienbaum der sich zur Zeit noch im Aufbau befindet und von diesem mit ein paar Bildern hier im Blog vor einem Monat berichtet wurde.
Zwischen dem Bahnhof Oranienbaum und der Kreuzungsstelle Kr, an dieser die DWE die Kohlenbahn zum Elbekraftwerk Vockerode kreuzt, befindet sich der VEB Holzverarbeitung Oranienbaum, dieser im ebenfalls völligen Eigenbau der Gebäude etc. aufgebaut ist.
Sehr interessant und allerbestens in Szene gesetzt ist die Kreuzungsstelle nebst der Fahrleitung der Grubenbahn, mit dem prägnanten Stellwerk Kr und der in diesem Bereich die Strecke überquerenden heutigen B 107 nebst der Schrankenanlage.

Ich persönlich kenne diese Gegebenheiten des Vorbild noch aus eigener Anschauung der 1970 - 1990er Jahre und es trat bei meiner Betrachtung ein "AHA" Effekt ein, ich fühlte mich wirklich wieder in diese Zeitspanne zurück versetzt!!

Weitergeht es in einem Bogen zur Haltestelle Kapen - urprünglich Haltestelle Haide - und Übergabebahnhof Muna bzw. der GSSD  der sowjetischen Streitkrafte, welche bis Anfang der 1990er Jahre in diesem Waldgebiet kasaniert lagen
Diese umfangreiche Betriebsstelle ist ebenfalls genau dem Vorbild nachgebaut und wird von den Dessauer Kollegen als Abstellbahnhof zum bilden uud auflösen von Zügen von und nach Wörlitz genutzt!
Mit diesen Segmenten - von Kapen / Muna über Oranienbaum, Horstdorf nach Wörlitz - ist schon heute die komplette Längsseite der Turnhalle vollständig ausgenutzt.
Dabei sind noch einige weitere Betriebsstellen und Segmente in Planung und Bau ...

Diese herrliche der Region entsprechende Nachbildung der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE) im Maßstab 1 : 87 soll nun in vielen Bildern aus der Sporthalle der Grundschule Wörlitz folgen - wo bitteschön ist diese Anlage auch besser als in Wörlitz selbst ausgestellt??

Da diese Sporthalle ausschließlich mit Leuchtstoffröhren beleuchtet ist, bitte ich bei der Qualität der Aufnahmen meiner Wenigkeit als fungierender Fotograf gegenüber etwas Nachsicht zu üben.



Der Bahnhof Wörlitz mit seinem prägnanten Empfangsgebäude, der Ladestraße usw. - alles konkret nach Vorbild erbaut und erstellt.
Dabei ist die Zahl der ständigen Mitarbeiter an dieser Segmentanlage noch im einstelligen Bereich anzusiedelen!

Soll nun eine Begehung der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE) in Wort und Bild folgen:

Mittwoch, 26. November 2014

Ein einfacher Hemmschuhe Ständer ohne TGL oder DIN Norm beim Vorbild gesehen






Gerade die kleinen Details sollen ja in bekannter Weise eine Modellbahn sehr interessant machen und das Salz in der Suppe bedeuten .
Vielleicht ist das nun folgende "Gerät" für den einen oder anderen Kollegen das Salz in der Suppe und zum Nachbau interessant.
Es ist ein Hemmschuhe - Ständer, der zu Zeiten der ehemaligen DDR in der Betriebsschlosserei des VEB Elektroschmelze Zschornewitz in einigen Exemplaren ""frei nach Schnauze"" aus 12 mm Rundstahl zusammen geschweißt und in deren Anschlussgleisen aufgestellt wurde.

Ein solches anscheinend letztes vorhandenes Exemplar habe ich vor einiger Zeit entdeckt und auf ein paar Bilder verewigt.

Es ist keine große Sache dieses Teil frei von TGL- und DIN Normen in Freelance - Manier zu basteln, ein wenig 0,3 - 0,4 mm Messingdraht, Seitenschneider und ein Lötkolben - los geht's!




Der Hemmschständer in seiner ganzen Pracht.
Aber auch der Boden seines Umfeldes ist interessant. So läßt sich wohl eine schöne kleine Szene neben dem Gleis gestallten und darstellen.

Ein Paar Bilder und Worte im Detail sollen noch folgen:

Dienstag, 25. November 2014

Neue und interessante Bauteile für den Güterwagen Frokler - die kürzlich erschienenen einfach, schnell und unkompliziert austauschbaren Federpuffer für BRAWA Wagen aus der Werkstatt Günter Weimann









In den letzten Wochen sind einige wirklich sehr interessante neue Bauteile nicht nur für Güterwagen im Maßstab 1 : 87 nicht nur für den leidenschaftlich umbau-wütigen Frokler erschienen, sondern für alle jene interessierten Modellbahner, die ein wenig mehr Vorbildtreue im Detail für ihre Wagen wünschen und dabei andererseits keinen großen Aufwand betreiben möchten.

So sind nun endlich!! von Günter Weimann feinste Federpuffer der Bauart Siegen für Wagen von BRAWA ua. mit der großen Besonderheit erhältlich, die originalen und beileibe nicht maßstäblichen Kunststoffpuffer ohne zu bohren oder anderen Frokelarbeiten einfach und sauber mit diesen neuen feinen und maßstäblichen mit verschiedenen Paßzapfen versehenen Federpuffer ganz schnell auszutauschen.
Erhältlich sind die Puffer mit den Puffertellerdurchmessern 370 mm und 450 mm - auf Wunsch auch genietet, ebenso mit oder ohne Anfräsung für die Kniewelle von O - Wagen, diese speziell für den BRAWA Omm 52 aber schon ein paar Jahre erhältlich sind.

Käuflich zu erwerben sind die gefederten Puffer zB. auf dieser Seite im Shop von Wagenwerk, so kann man dort auch weitere tiefgründige Informationen zu dieser ""neuen Serie"" von Federpuffer und deren Kompatibilität für die verschiedenen Bauarten nicht nur der Güterwagen Modelle von BRAWA etc. in einer detaillierten Auflistung in Erfahrung bringen.

Ich finde diese Puffer eine sehr gute und absolut brauchbare Neuheit.
Auch wenn solch ein Satz gefederter Puffer seinen Preis besitzt, in dieser hervorragenden Qualität der sehr weichen und gleichmäßigen Federung inklusive der von Günter Weimann gewohnten maßstäblichen Modellausführung findet man nichts vergleichbares am Markt!!

Samstag, 22. November 2014

Das Gleis am Werkbahn Haltepunkt ""Grube Hermine"" - ein bischen Grünzeugs gehört hinein








Während ich mir ua. emsig Gedanken mache, in welcher Form das abschließende Geländer am Bahnsteig des Werkbahn Haltepunkt ""Grube Hermine"" auf dem Westentaschen - entstehen soll und nebenbei ein paar Lehren für das korrekte löten zum Zusammenbau des RAWIE Prellbock von Wenz entstehen, habe ich schon einmal mit der weiteren Gestaltung des vor dem Bahnsteig liegenden Gleis begonnen.

Dieses Gleis der Grubenanschlussbahn zugehörig in der Nachbildung der festgelegten jahreszeitlichen Spanne eines Monat Oktober auf den Westentaschen - Modulen, liegt beginnend von den letzten Doppelschwellen der Weiche weiterführend schon etwa drei Jahrzehnte in seinem Bett, demzufolge es in seiner Oberbaubeschaffenheit stellenweise so ziemlich versandet und verkrautet ist.
Demzufolge kann zB. auch kein Regenwasser wie vom Erfinder vorgesehen direkt in den Oberbau abfließen bzw. versickern, diese daraus resultierend stehende Staunässe bzw. -Feuchte wiederum das ansiedeln und wachsen von Gräsern und Kräutern welche wenig bis keinen Anspruch an den Boden stellen begünstigt.

Unter diesen Aspekten nun möchte ich versuchen, das Gleis am Bahnsteig ebenso dem Vorbild in "herbstlich goldenem Glanze" darzustellen. Dabei soll eine gewisse Unregelmäßigkeit der Grasnarben und anderer später hinzu kommender Bewüchse im und neben dem Gleis Vorrang besitzen.
Die folgenden Bilder stellen erst den Anfang der Pflanzaktion dar, es ist der erste Ansatz des Versuch eine reale Vorbildsituation nachzubilden, wobei das Kunstlicht beim fotografieren der momentanen Situation leider nicht sehr objektiv beiträgt.



Diese Makroaufnahme des Bereich vor dem Altschwellen - Bahnsteig zeigt die zur Zeit in einem kleinen Stück Gleis gestaltete Situation.
Es werden noch einige Arbeitsgänge und Ideen an dieser Baustelle bis zum finalen Stadium einfließen.

Ein paar Gedanken und Arbeitsschritte in Wort und Bild sollen nun im folgenden aufgezeigt werden:

Mittwoch, 19. November 2014

Eisenbahn Literatur soeben neu erschienen -/- Die Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE) von Ludger Kenning







Vor einigen Wochen schon und von mir zu diesem Zeitpunkt leider nicht bemerkt, erschien im Ludger Kenning Verlag eine für meinen Geschmack schon eine sehr sehr lange Zeit überfällige Dokumentation zur Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (DWE).
Dieses Buch kann man - besser muß man - heute im Jahr 2014 als erste wirklich umfassende Dokumentation der wechselvollen Geschichte jener im September diesen Jahres 120 Jahre bestehenden Nebenbahn von den Anfängen bis zur Gegenwart bezeichnen!



In vielen sehr guten Bildern, Grafiken, Tabellen zu Bahnhöfen, Betriebsstellen, Fahrzeugen etc. beschreibt der Autor Ludger Kenning nebst vielen weiteren auch "einheimischen" Kennern dieser Eisenbahn, stellvertretend genannt sei hier Volker Anton aus Gräfenhainichen, sehr anschaulich und detailliert diese ehemalige sehr wichtige Nebenbahn im mitteldeutschen Raum.
Zudem wird wenn auch nur in wenigen Passagen und Bildern, auf die ehemalige Zschornewitzer Kleinbahn in diesem Band eingegangen.
Weiterhin ist auf die zum Teil sehr schicksalhaften Nachwendezeit der DWE sehr tiefgründig eingegangen worden, was sicherlich nicht nur meinem besonderen Interesse gilt.

Ein wenig mehr zum Teil aus meiner persönlichen Sicht nun im folgenden: