Das Projekt des Bau eines Minimodul ist mir in den letzten Monaten gedanklich im Kopf gereift und soll nun ohne Eile langsam in die Tat umgesetzt und von den einzelnen Schritten bei der Erstellung hier an Ort und Stelle der interessierten Leserschaft berichtet werden.
Das Motiv des Modul ist ein alter Schwellenplatz an der Zschornewitzer Kleinbahn, dem in seiner Nachbarschaft liegenden durchgängigen und befahrenen Hauptgleis mit Vmax von 30 km/h und dem geschlossenen mit der Rückgebauten Weiche versehenen Anschlussgleis, welcher in den 1930er Jahren hinsichtlich der beginnenden Erschließung des Tagebau Golpa - später weiter Golpa Nord - angelegt worden ist.
Im Zuge der Übernahme der Kleinbahn und deren Verkehrswege "in Rechtsnachfolge" durch das Braunkohlenwerk (BKW) Freiheit Bitterfeld nach der Enteignung der Zschornewitzer Kleinbahn im Jahr 1949 wurde dieser Schwellenplatz durch das sehr schnelle Wachstum der Braunkohlentagebaue in dieser Gegend und deren stetig steigender Bedarf an Betriebsmittel von Gleismaterial etc. in seiner Kapazität zusehend beengt, so dass die Betriebsleitung des BKW Bitterfeld Ende der 1960er Jahre beschloss, diesen Schwellenplatz als solchen aufzugeben, zu schließen und einen neuen sehr viel größeren und zentral gelegenen Schwellenplatz an anderer Stelle neu anzulegen.
Geblieben ist dem alten Schwellenplatz in kleiner Kapazität die teilweise Aufarbeitung von altbrauchbaren Schwellen, Herzstücken von Weichen und Kleineisen mit wenigen beschäftigten Arbeitern, welche nun mit Lastkraftwagen dem Platz gebracht und abgefahren werden.
Aus den genannten Gründen hielt man es auch von Seiten der Betriebsleitung für die Zukunft nicht mehr nötig, die verschlissene Weiche im Hauptgleis zum Schwellenplatz mit Baujahr 1934 gegen eine neue dieser Art auszutauschen.
Ein weiterer Grund sich gegen einen Austausch der Weiche zu entscheiden, war die stetig wachsende "Neuererbewegung" in der damaligen DDR, welche bei der Einsparung von Betriebsmitteln Prämien in die privaten Geldbeutel der jeweiligen "Neuerer" spülte, so war es dann Schlußendlich auch nach der Schließung des Gleisanschluss zum alten Schwellenplatz geschehen.
Nun zur ersten allgemeinen Vorstellung des Minimodul und dessen für später zur Verwendung vorgesehene Aufgabe.
Das nun im entstehen befindliche Minimodul mit dem hier sichtbaren Trassenbrett einer Breite von 200 mm wird in offener Rahmenbauweise erstellt und in den Abmaßen 1200 mm x 250 mm betragen. Dabei verwende ich wiederholt 18 mm Birken - Multiplex als "Grundlage" zur Erstellung des Gleis - / Weichenmaterial.
Die weiteren Ausführungen an diesem Projekt sollen wie folgend im Detail sein:

































